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Fußball-Regionalligist fiebert seiner DFB-Pokalpartie gegen den VfB Stuttgart entgegen

2014 lieferte der FC Homburg dem Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ein heißes Duell, verlor knapp mit 1:3. Damals traf Tim Stegerer (rechts, hier gegen André Hahn). Foto: Dietze/dpa

2014 lieferte der FC Homburg dem Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ein heißes Duell, verlor knapp mit 1:3. Damals traf Tim Stegerer (rechts, hier gegen André Hahn). Foto: Dietze/dpa

Die neue Spielzeit ist gerade mal zwei Wochen alt, da steht für den FC Homburg ein absoluter Höhepunkt auf dem Programm. Um 18.30 Uhr empfängt der Regionalligist an diesem Samstag den VfB Stuttgart zur ersten Runde im DFB-Pokal . Mehr als 10 000 Zuschauer dürfen sich im Waldstadion auf ein Fußballfest wie vor zwei Jahren freuen, als Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal in Homburg zu Gast war.

 

„Das Spiel ist schon etwas ganz Besonderes. Schließlich spielen wir nicht jede Woche im DFB-Pokal “, freut sich FCH-Mittelfeldmann Timo Cecen auf die Auseinandersetzung mit seinem Ex-Verein, wo er von 2009 bis 2015 gespielt hat. „Wir haben ein Super-Los gezogen und können auch dem VfB weh tun, wenn wir die richtige Einstellung an den Tag legen. Immerhin spielen wir zuhause mit den Fans im Rücken“, schickt Sportvorstand Angelo Vaccaro eine Kampfansage an den Bundesliga-Absteiger aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Jens Kiefer weiß, worauf es ankommt, um als Außenseiter in so einem Spiel seine Chance zu nutzen. „Es geht nur darum, als Mannschaft zu funktionieren. Da darfst du keinerlei Ausfälle haben. Und du musst schauen, dass du nicht nur hinten drin stehst, sondern versuchst, auch selbst vor das gegnerische Tor zu kommen“, sagt der Trainer.

 

2014 ist der FC Homburg mit dieser Taktik schon einmal recht gut gefahren. Zwar verlor er das damalige DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen Mönchengladbach mit 1:3. Doch die Mannschaft des damals gerade neu zum Verein gekommenen Kiefer machte es dem Top-Bundesligisten schwerer als erwartet und nötigte den 17 000 Zuschauern im Stadion Respekt ab. Tim Stegerers fulminanter Schuss zum zwischenzeitlichen 1:1 ließ die Fans sogar von der Sensation träumen, bevor sich am Ende der Favorit doch noch verdient durchsetzte. „Wäre nicht schlecht, wenn es diesmal wieder klappt“, sagt der damalige Torschütze mit breitem Grinsen.

 

Jos Luhukay, der Trainer des VfB, warnt davor, den Gegner aus dem Saarland nicht ernst genug zu nehmen. „Für Homburg ist das das Spiel des Jahres. Das wird absolut kein Selbstläufer. Wir werden mit unserer besten Mannschaft dort antreten. Wir müssen den Erfolg dort erzwingen“, sagt der Niederländer. Er stellt aber auch unmissverständlich klar: „Wir wollen nicht nur, wir müssen eine Runde weiterkommen. Das ist unsere absolute Pflicht.“ Dabei sprechen die statistischen Zahlen überraschenderweise klar für den Gastgeber. Fünf Mal spielte der FCH zuhause gegen den VfB und behielt mit vier Siegen und einem Unentschieden dabei stets eine weiße Weste. Das letzte Duell im Waldstadion gewann der FCH in der Bundesligasaison 1989/1990 mit 4:2.

 

„Die Serie wollen wir am Samstag natürlich ausbauen“, sagt Kiefer mit Lausbubengrinsen. Das sieht auch Cecen nicht anders: „Wir müssen die Chancen, die wir kriegen, nutzen – und wir werden welche kriegen“, sagt der Spieler. Und auch Vaccaro glaubt an die Chance des klaren Außenseiters: „Es gab schon viele Schlachten, die kleinere Vereine gegen größere gewonnen haben.“

 

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Die erfolgreichsten Jahre im DFB-Pokal erlebte der FC Homburg 1976, 1980 und 1996, als der damalige Zweitligist jeweils bis ins Viertelfinale vorstieß. Seine beiden ersten Viertelfinals erreichte der FCH unter Trainer Uwe Klimaschefski. 1976 scheiterten die Grün-Weißen am späteren Pokalsieger Hamburger SV mit 1:2 (Torschütze war Harald Diener). 1980 unterlag der FCH dem 1. FC Köln mit 1:4. Das Tor für die Saarländer fiel durch ein Eigentor des Kölners Tony Woodcock. 1996 war wiederum der spätere Pokalsieger Endstation für den von Manfred Lenz trainierten FCH. In der spannenden Partie im Homburger Waldstadion konnte sich der 1. FC Kaiserslautern erst in der Verlängerung mit 4:3 durchsetzen. Für den FCH trafen damals Jacques Goumai, Rezo Arveladze und Rudi Collins. rti
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