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Fußball-Saarlandliga: SC Halberg nach sieben Spieltagen ungeschlagen

Brebach. Dass der SV Röchling Völklingen nach sieben Spieltagen in der Fußball-Saarlandliga noch keine Niederlage einstecken musste, überrascht kaum jemanden. Dass eine weitere Mannschaft ungeschlagen geblieben ist und dass dieses Team der SC Halberg Brebach ist, kommt einer Überraschung deutlich näher. „Die Jungs haben sich dieses Spitzenspiel erarbeitet“, sagt Halberg-Trainer Bernd Eichmann vor der Begegnung des Tabellendritten aus der Landeshauptstadt mit dem Tabellenführer aus der Hüttenstadt an diesem Sonntag um 18 Uhr im Brebacher Halberg-Stadion. „Natürlich ist Völklingen besser besetzt. Wir müssen unsere Qualitäten in die Waagschale werfen“, sagt Eichmann.

"Wir haben eine klare Linie"

Eine dieser Qualitäten ist die mannschaftliche Geschlossenheit. „Es passt einfach“, erklärt Abwehrspieler Mario di Maria, „wir reden enorm viel miteinander. Auf dem Platz und auch daneben.“ Routinier Stefan Lehmann ergänzt: „Wir gehen jeden Donnerstag alle gemeinsam essen. Das verbindet schon und sorgt für gute Stimmung.“ Während andere Vereine Spieler aus höheren Klassen verpflichtet haben (Röchling Völklingen holte unter anderem den Ex-FCSler Sammer Mozain), musste Bernd Eichmann den eingeschlagenen Sparkurs der Brebacher fortführen. „Es kommt viel darauf an, mit welchen Charakteren man den Kader zusammenstellt“, sagt der Ex-Profi, „manche Dinge musst du als Trainer einfach vorleben. Wir haben eine klare Linie. Wer die nicht mitgehen will oder kann, von dem werden wir uns trennen.“

Das mannschaftliche Gefüge vor dem starken Torwart Michael Klink wird in dieser Saison von einer Art Pärchenbildung geprägt. „Maddu und ich verstehen uns praktisch blind“, sagt di Maria lachend und erzählt über ein Zusammenspiel mit Mahmadou Dansoko beim 2:2 in Lebach: „Ich wollte den Ball wegschießen, treffe Maddu am Hinterkopf und bekomme ihn zurück. Der Gegenspieler war von unserem Doppelpass richtig beeindruckt.“

Brebach hat  neues Traum-Duo

Beeindruckend ist auch, wie gut das Pärchen Anto Maric und Sascha Jung als „Doppelsechs“ vor der Abwehr aufräumen. Und auch vorne hat Brebach ein neues Traum-Duo. „Mit Jens Hartz haben wir einen richtigen Stoßstürmer vorne drin“, sagt Eichmann, „um ihn herum wirbelt Mirco Becker als optimale Ergänzung. Mirco ist unglaublich quirlig und ein guter Vorbereiter.“ Becker war vor der Runde vom 1. FC Saarbrücken II an den Halberg gewechselt. Ein weiterer Neuzugang und ein Rückkehrer gehören ebenfalls zu den Leistungsträgern. Roman Hanschitz hat nach seiner Verletzungspause bereits sieben Tore erzielt (so viele wie Jens Hartz), Jonas Wilhelmi hält die linke Seite dicht. Gegen den Tabellenführer wird Wilhelmi aber fehlen, eine schwere Prellung und eine Innenbanddehnung am Fuß machen einen Einsatz nicht möglich. Noch schlimmer hat es Nils Gola erwischt. „Es war eine blöde Situation. Ich komme etwas zu spät, und der Gegenspieler zieht voll durch“, erzählt der Ex-Auersmacher von seiner Verletzung: „Der Knöchel ist gebrochen. Ich werde sechs Wochen Gips tragen müssen.“

Zwei Ausfälle, die der nach Golas Meinung „in der Breite viel besser aufgestellte Kader“ der Brebacher am Sonntag erstmal kompensieren muss. „So ist das halt im Fußball. Jetzt müssen die, die die ganze Zeit im zweiten Glied gestanden haben, zeigen, dass sie es auch drauf haben“, bleibt Bernd Eichmann gelassen vor dem Duell mit seinem früheren Mannschaftskameraden Patrick Klyk, der in Völklingen die sportliche Verantwortung trägt: „Patrick und ich telefonieren regelmäßig, tauschen uns aus.“ Die Freundschaft der beiden Trainer wird am Sonntag für zwei Stunden ruhen – leiden wird sie nicht, auch wenn einer am Ende die erste Niederlage der Saison einstecken müsste.

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