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Fußball-Saarlandpokal: FV Neunkirchen empfängt heute den FC Homburg

Neunkirchen. Anfangs regierte noch der Unglaube, dann aber machte die frohe Kunde ziemlich schnell die Runde. „Wie ein Lauffeuer hat sich die Nachricht verbreitet: Hast du schon gehört? Wir spielen gegen Homburg“, beschreibt Horst Meurer, Trainer der Fußballer des FV Neunkirchen, die ersten Reaktionen auf das große Los. Heute um 18 Uhr steht dem Tabellensiebten der Kreisliga A Höcherberg ein bedeutendes Spiel ins Haus. In der ersten Hauptrunde des Saarlandpokals trifft der FVN auf den Regionalligisten FC Homburg. Ein echter Höhepunkt in der Geschichte des 1962 gegründeten Vereins.

Freude wird getrübt

„Mittlerweile herrscht einfach nur helle Freude. Das ist ein Ereignis, das die meisten meiner Spieler nur einmal in ihrer Karriere erleben werden“, weiß der 76-jährige Meurer um die Besonderheit der Partie gegen den sechs Klassen höher eingestuften FCH. Die Freude wird allerdings ein wenig durch das letzte Punktspiel gegen den SC Ludwigsthal getrübt. Zwar gewann der FVN mit 2:1. Allerdings schickte der laut Meurer schwache Schiedsrichter die Neunkircher Sergio Domizio, Frank Huther und sogar auch noch Torwart Timo Wagner mit Rot vom Platz. Sie werden heute wohl fehlen.

"Innerhalb der Mannschaft ist jeder vollauf begeistert"


Das Pokalspiel war auch in den Übungseinheiten seit dem Bekanntwerden der Auslosung zu sehen: „Selbst die Verletzten sind plötzlich wieder im Training“, schmunzelt Eric Eiserloh, Schriftführer beim FV Neunkirchen. Und auch der im Training an der Hand bandagierte Spielführer Maurizio Triglia ist schon ganz heiß auf das Spiel: „Innerhalb der Mannschaft ist jeder vollauf begeistert. Das ist eine große Herausforderung für uns“, erklärt Triglia, der sogar den Weg in Richtung Pokalsensation schon abgesteckt hat: „Klar, es sind sechs Klassen Unterschied. Wir müssen sie dann halt über den Kampf bezwingen. Mit etwas Glück rechnen wir uns schon was aus“, gibt sich der Kapitän selbstbewusst und sorgt mit seiner kämpferischen Aussage nicht nur im Gesicht des Trainers für ein Lächeln.

Auch der Vorsitzende des FV Neunkirchen, Jürgen Kremp bestätigt strahlend: „Vorm FC Homburg haben wir keine Angst.“ Sorgen bereitet ihm da schon eher die Organisation des bevorstehenden Ereignisses: „Die ganze Sache ist für einen so kleinen Verein wie unseren nur sehr schwer zu stemmen“, gibt Kremp zu.

FCH wollte  Spiel ins Ellenfeldstadion verlegen

Bis zuletzt gab es aufgrund des zu erwartenden Zuschauerandrangs auch wegen der sehr kleinen Anlage an der Neunkircher Fernstraße Bedenken. Dann war nach einer Platzbegehung von Polizei und Verband aber klar, dass das Spiel gegen Erfüllung einiger Auflagen dort stattfinden wird. Der FCH wollte das Spiel ins Ellenfeldstadion verlegen. „Wir wollten auf jeden Fall hier spielen. Schön, dass es geklappt hat. Das ist für uns nicht nur sportlich von Vorteil sondern bringt auch mehr finanzielle Einnahmen“, sagt Trainer Horst Meurer.
 
Er schätzt die Chancen des eigenen Teams dann doch eher als gering ein: „Es wäre schon vermessen, an einen Sieg gegen den FCH zu glauben. Natürlich wären wir nicht böse, wenn wir gewinnen, aber der Lerneffekt steht für meine Mannschaft definitiv im Vordergrund“, erklärt der erfahrene Trainer. Wobei er eigentlich nur zu gut weiß, wie man im Pokal für Aufsehen sorgt. 1959 erreichte Meurer als Spieler mit Borussia Neunkirchen sogar das Finale um den DFB-Pokal (2:5 gegen Schwarz-Weiß Essen).  
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