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Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern spielt am Montag bei Erzgebirge Aue

Wenn sich Ruben Jenssen, Mittelfeldspieler des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, erst einmal ein Ziel gesteckt hat, dann gibt es nicht viele Dinge, die den 25-Jährigen daran hindern können, dieses Ziel zu erreichen. Im Januar antwortete er auf die Frage, was er im neuen Jahr auf dem Fußball-Platz besser machen könne: „Ich muss egoistischer werden, mir mehr zutrauen und einfach mal draufhalten, wenn sich die Gelegenheit ergibt.“ Einen Monat nach seiner Ankündigung erzielte der 25-Jährige im Topspiel der Zweiten Liga am vergangenen Samstag gegen die Spvgg. Greuther Fürth mit einem Kunstschuss in den linken Torwinkel das 1:0 (Endstand 2:1). Vier Tage später schoss er die Roten Teufel mit dem einzigen Treffer der Partie gegen Bundesligist Bayer Leverkusen dann sogar ins Halbfinale des DFB-Pokals.

Ein toller Start in das neue Fußball-Jahr für den 1,73 Meter kleinen Norweger, der in seiner Karriere zuvor in 238 Pflichtspielen gerade einmal sieben Tore erzielt hatte. Jenssens Zielstrebigkeit beschränkt sich aber nicht nur auf den Fußball-Platz. Schon kurz nach seiner Ankunft in Kaiserslautern im vergangenen Juni gab der Blondschopf, der nach seinem Wechsel von Tromsö IL mit Frau und Hund in die Pfalz gezogen ist, erste Interviews auf deutsch. Heute, nach nur etwas mehr als sieben Monaten in Deutschland, spricht er die Sprache fast fließend.

Bei allem sportlichen und persönlichen Ehrgeiz ist der norwegische Nationalspieler (29 Länderspiele) ein aufgeschlossener Typ und eine treue Seele. Dem norwegischen Erstligisten Tromsö IL, für den bereits sein Vater Truls die Fußball-Schuhe schnürte, blieb er von der Jugend an bis zur vergangenen Saison treu. Erst das Angebot des 1. FC Kaiserslautern brachte Ruben Yttergård Jenssen, wie er mit vollem Namen heißt, zum Umdenken. Er sagt: „In Norwegen ist der FCK ein bekannter Verein. Die Tradition, die Zuschauer, die Qualität der Mannschaft – ich musste nicht zwei Mal überlegen, als das Angebot kam.“

An das „höhere Tempo und die körperliche Härte“ der Zweiten Liga musste sich Jenssen gewöhnen. Im vergangenen Jahr war der 25-Jährige weder unter FCK-Trainer Franco Foda, noch unter dessen Nachfolger Kosta Runjaic Stammspieler. Er brachte es lediglich auf sechs Einsätze von Beginn an.

Seit der Winterpause scheint Jenssen, dessen Bruder Ulrik, 17, in der Jugendakademie von Olympique Lyon ausgebildet wird, seinen Platz in der Startelf gesichert zu haben. Spielintelligenz, Ballsicherheit und ein starker linker Fuß sprechen für den defensiven Mittelfeldspieler, der im DFB-Pokalspiel in Leverkusen auch auf dem linken Flügel überzeugte. Dass Jenssen am kommenden Montag in der Zweiten Liga im Spiel bei Erzgebirge Aue (20.15 Uhr/Sport 1) wieder von Beginn an ran darf, gilt als wahrscheinlich. Neben „mehr Spielzeit als im Vorjahr“ wünscht er sich beim 1. FC Kaiserslautern vor allem eines: „Wir wollen unbedingt aufsteigen.“ Und wer den Norweger mit dem starken linken Fuß näher kennt, weiß ja, was es bedeutet, wenn der sich erst einmal ein Ziel gesetzt hat. mire
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