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„G7 – nein danke“: 3000 Unterschriften gegen fünftes Grundschuljahr

Rund 3000 Unterschriften gegen das fünfte Grundschuljahr haben Merziger Eltern gesammelt und Bildungsminister Klaus Kessler am Montagabend übnergeben.

Rund 3000 Unterschriften gegen das fünfte Grundschuljahr haben Merziger Eltern gesammelt und Bildungsminister Klaus Kessler am Montagabend übnergeben.

Merzig. „G7 – nein danke“ stand auf dem Karton mit 3000 Unterschriften gegen das fünfte Grundschuljahr, den die Schulelternsprecherin des Merziger Gymnasiums am Stefansberg, Gabi Heimes, am Montagabend Bildungsminister Klaus Kessler auf einer Veranstaltung der Grünen überreichte. Während der laufenden Diskussion über die grüne „Offensive für Bildung“ marschierte sie entschlossenen Schrittes auf den vorne sitzenden – in diesem Moment eher in die Defensive geratenen – grünen Minister zu und überreichte ihm ihren Karton. Für große Aufregung sorgte das unter den rund 50 Veranstaltungsteilnehmern, die den Weg in die Merziger Villa Fuchs gefunden hatten, allerdings nicht mehr. Schließlich hatte Kessler zuvor schon bei seinem Vortrag klar gemacht, dass er selbst nicht mehr recht an das fünfte Grundschuljahr glaubt. Er gehe davon aus, dass sich die Linke der ablehnenden Position der SPD anschließen wird, sagte er. Und rief nun – den überreichten Karton vor Augen – dazu auf, den „öffentlichen Druck“ in eine andere Richtung zu lenken, in Richtung Opposition, damit wenigstens beim zweiten großen Projekt der Koalition, der Gemeinschaftsschule, „vernünftige Strukturreformen“ zustandekommen. Einige Eltern von Gymnasiasten sagten das auch großzügig zu – vermutlich in der Annahme, dass ihre Kinder von dieser Reform ohnehin nicht betroffen wären.

Mehr Bildungschancen für mehr Schüler

Kessler betonte, dass die Gemeinschaftsschule mehr Schülern mehr Bildungschancen eröffnen würde – wegen der größeren Möglichkeiten der Binnendifferenzierung des Unterrichts und der späteren Festlegung des Bildungsgangs. Zudem gäbe es dann nicht mehr den kontraproduktiven „Wettbewerb“ zwischen Gesamtschulen und Erweiterten Realschulen „um Lehrer, Schüler und pädagogische Konzepte“.

Details der Gemeinschaftsschule wie die unterschiedlichen Formen der Leistungsdifferenzierung oder die Frage der Oberstufen-Standorte – Fragen, die in den heute beginnenden Gesprächen zwischen den Landtagsfraktionen durchaus entscheidend sein könnten – spielten in der Debatte, die sich an Kesslers Vortrag anschloss, aber kaum eine Rolle.

G 7 ein „Kampfbegriff“ fürs fünfte Grundschuljahr

Stattdessen kreiste die Diskussion immer wieder um das fünfte Grundschuljahr – offenbar weil einige Besucher sich fest vorgenommen hatten, genau dies mit dem Minister zu diskutieren. So fragte eine Zuhörerin, ob Kessler bereit sei, nicht nur auf das fünfte Grundschuljahr, sondern auch auf das G7-Gymnasium zu verzichten, nachdem er doch eben erst G 8 eingeführt habe. Woraufhin Kessler erläutern musste, dass nicht er G 8 eingeführt habe. Und dass G 7 ein „Kampfbegriff“ für das fünfte Grundschuljahr sei, der nicht von ihm stamme.

An diesem Abend wurde allerdings deutlich, dass dieser Begriff – unabhängig davon, wie man zu ihm steht – seine Wirkung auf viele Eltern nicht verfehlt hat.

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