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GVS schaltet sich in Diskussion um Ansiedlung von Discountern in Rieffstraße ein

Nachrichten aus der Region Merzig.

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Merzig. Die Diskussion um die Gewerbefläche in der Merziger Rieffstraße geht weiter. Auf dem Areal gegenüber dem Kaufland-Supermarkt sollen mehrere Discountmärkte errichtet werden. Der Stadtrat hatte im August 2010 nach kontroverser Diskussion den Weg frei gemacht für die Erschließung des Geländes, die von der Fundus GmbH von Investor Robert Kunz aus Losheim geplant wird. Allerdings hat sich seit dem Ratsbeschluss wenig getan – wofür Kunz vor kurzem die Merziger Stadtverwaltung verantwortlich gemacht hat: Er hatte öffentlich auf einer Wahlkampfveranstaltung der CDU Merzig im Vorfeld der OB-Wahl am 23. Oktober geäußert, dass nach seiner Ansicht aus dem Rathaus das Projekt blockiert werde. Notwendige Genehmigungen würden verschleppt, so dass die weitere Erschließung des Geländes auf Eis liege. Die Verwaltung wiederum hatte diesen Vorwurf zurückgewiesen und den Ball zurück an die Investoren gespielt: Da sich gegenüber der ursprünglichen Planungen wesentliche Veränderungen ergeben hätten, sei die Einleitung eines neuen Planungsverfahrens notwendig.

Doch trotz einer bereits vor Monaten ergangenen Aufforderung seitens der Stadt hätte die Fundus GmbH die dafür erforderlichen Unterlagen bislang nicht vorlegen können. GVS begrüßt Prüfung Jetzt hat sich der Gewerbeverband des Saarlandes (GVS) in die Diskussion eingeschaltet: Dessen Vorsitzender Kuni Ludwig Both begrüßt in einer Stellungnahme die erneute ausführliche Prüfung des Projektes „Rieffstraße“ durch die Stadtverwaltung. „Es scheint, als sei nun auch der Verwaltung von Merzig bewusst geworden, dass es sich bei der Rieffstraße nicht um eine attraktive innerstädtische Einkaufsmeile, sondern um ein vorgelagertes Gewerbegebiet handelt“, erklärt Both. Der GVS betrachte seit Planungsbeginn die Umwandlung des Gewerbegebiets in ein Einkaufsgebiet als unzulässig und befürchte einen Konkurrenzkampf der ortsansässigen Geschäfte mit den Neuansiedlungen auf der grünen Wiese.

In diesem Sinne unterstützte der Verband laut Both von Beginn an die Bemühungen des Verbandes für Handel und Gewerbe Merzig (VHG), die weitere Genehmigung von Verkaufsflächen vor den Toren der Stadt zu verhindern. Nach Ansicht beider Vereinigungen gebe es mit Blick auf die demografische Entwicklung keine Argumente für weitere Einzelhandelsflächen außerhalb gewachsener Innenstädte. Zum einen sei der Bedarf durch die bestehenden Verkaufsflächen bereits abgedeckt, zum anderen wachse der Bedarf an Einkaufsmöglichkeiten in den Zentren für die wachsende Zahl älterer Menschen. „Im konkreten Fall wird durch den Investor wieder einmal die Angst der Stadträte geschürt, ein potenzielles Investment durch Verweigerung der Genehmigung an eine Nachbargemeinde zu verlieren“, befindet Both. Und weiter „Diese typischen Spielchen können nur unterbunden werden, wenn sich die umliegenden Gemeinden mit Hinblick auf ihre gesunden und attraktiven Innenstädte solidarisch erklären und den Investoren bezüglich Ansiedlungen auf der grünen Wiese die rote Karte zeigen.“

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