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Gags für Herren, Raketenstart und Kinderspaß

Auf dem Kalender standen dabei sogar zwei Premieren: die Herrenkappensitzung der Burbacher „Mir sin do“ und die Kinderkappensitzung der Bübinger Holzäppel. Zwei alte Bütten-Haudegen standen dabei besonders im Blickpunkt. Burbach am Freitagabend: Alles erwartet den Auftritt von Fritz Vogel. Der musste zuletzt krankheitsbedingt etwas kürzer treten, und die kurze Pause hat ihm offenbar gut getan. Als Wahlkämpfer der deutschen Bumspartei wirbt Vogel vor mehr als 200 Zuschauern im Bürgerhaus Burbach um Stimmen. Mit Erfolg: Sein Timing passt, seine Pointen sitzen und kommen beim Publikum an. Zwar reißt er überwiegend recht derbe Witze, doch bei einer Herrenkappensitzung muss das wohl so sein.

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Eine Erotikshow, wie sonst bei Herrensitzungen üblich, wollten die Burbacher Karnevalisten auf ihrer Bühne ausdrücklich nicht haben. Das Programm trifft trotzdem den Nerv des Publikums. Frivol zeigen sich zwar die Rainbow-Sisters, doch es ist auf den ersten Blick zu sehen, dass hier eine humorige und stimmungsvolle Travestie-Show im Gange ist. Klasse auch die Sketche von Peter Dohm mit seinen Partnern Hans Lorenz und Heidi Tiator. Sehenswert der artistische und atemberaubend schnelle Schautanz der Sandmännchen, frech die Lieder des Festus aus dem Hochwald, Christian Lauer. Erstmals moderiert Achim Pitz eine Burbacher Sitzung, und so wie Vogel beglückwünschen ihn viele Zuschauer mit einem Schulterklopfen und einem Lob: „Gut gemacht.“

Bei den Güdinger Saarraketen steht am Samstagabend Helmut Alf, vielen Freunden der Saarbrücker Faasenacht als „De arme Deiwel“ bekannt, in der Bütt und somit im Blickpunkt. War er noch im Vorjahr ein Hansdampf in allen Karnevalsgassen, so zieht er sich in diesem Jahr ziemlich zurück. Seinen Auftritten tut das sichtlich gut, Alf trägt frech und frisch vor, das kommt beim Publikum an. Ansonsten ist Güdingen der Ort der heimlichen Stars – denn die Saarraketen schicken bis auf den örtlichen Musikverein ausschließlich Akteure aus den eigenen Reihen auf die Bühne. Monika Frey lässt als „Frau Schwaadschniss“ sogar die Zunge von Elfriede Grimmelwiedisch ziemlich stumpf aussehen. Einer ihrer trockenen Sprüche: „Ich muss mich nicht schminken, ich bin schon angeschmiert genug.“ Die große und die kleine Politik – Steuerbetrug in Lichtenstein und Baguettekrieg auf dem ehemaligen Güdinger Grenzstreifen – nehmen die Raketensingers, denen Karl-Theo Monzel die Texte liefert, zielsicher aufs Korn. So meinen sie zum Beispiel zum Thema Stadtmitte am Fluss: „Lasst von unsrer Stadt was stehen, die ist auch so schon wunderschön.“

Die politische Rede ist das Fach eines Neuen bei den Saarraketen: Fred Breit, der den Funzelfred gibt. Freunde der gereimten Büttenreden begeisterte auch Altmeister Helmut Marx als Patient. Für gute Stimmungsmusik stehen die Güdinger Grumbier-Griwweler. Im Gegensatz zum Vorjahr konzentrieren sie sich auf ihren Gesang, das Spielen der Instrumente überlassen sie der Hausband Sunshine. Ein Erfolg versprechendes Konzept wie die Schlussnummer „Viva Gudingia“ zeigte.

Die erste Kinderkappensitzung ihrer Vereinsgeschichte präsentieren die Bübinger Holzäppel am Samstagnachmittag – initiiert von Antoinette Lillig, der Trainerin der Kindergarde. Viele Akteure bringen viele Begleiter mit, das beschert den Holzäppeln ein volles Haus. Für die Kinder und Jugendlichen ist es eine gute Gelegenheit, Gleichaltrigen ihr Können zu zeigen und sich auf kommende Aufgaben vorzubereiten. So machen vor allem Kinderprinz Benjamin I. Pierrot und seine Prinzessin Jennifer I. Towae, die souverän durchs Programm führen, eine prima Figur. Der Erlös der ersten Bübinger Kinderkappensitzung kommt der Aktion Herzenssache zu Gute.
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