Saarland: B 51 - Zwischen Einfahrt Neumühler Weg und Abfahrt Schönbach: Unfall mit mehreren Fahrzeugen, Vollsperrung Richtung Kleinblittersdorf / Frankreich. (18:35)

B51

Priorität: Dringend

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Ganz Saarbrücken im Einkaufswagen



Saarbrücken.
Was passiert auf dem Platz vor der Bergwerksdirektion? Das untersucht seit Herbst 2007 durch „praktisches Laborieren am Brennpunkt“ das SAR-Projektbüro der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK). SAR widmet sich gesellschaftlich relevanten Arbeitsfeldern für künstlerische Arbeiten und Methoden und steht für Stadt-Architektur-Räume. Oder für Skulptur-Aktion-Recherche. Oder, in Anlehnung an das Kürzel der Internationalen Rettungskräfte, für „Search and Rescue“.

Analog zu Letzterem haben die HBK-Studenten nun vor Ort eine Art künstlerische Not-Ambulanz zur Bürgerbetreuung eingerichtet: In ihrer Aktionswoche „Urgent Action / Urban Ambulance“ vom 3. bis 8. November residieren sie in einem Container, um ihre gestalterischen Vorstellungen, Aktionen und Projekte vorzustellen und zu diskutieren. Hintergrund: Das von Martin Gropius geplante und zwischen 1877 und 1880 errichtete Gebäude der Bergwerksdirektion in Saarbrücken wird aktuell durch den Investor ECE in ein Einkaufszentrum umgewandelt. Dabei wird auch der Vorplatz der Bergwerksdirektion umgestaltet, und diese Maßnahmen werden von der HBK mit einem Ideenwettbewerb begleitet.

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„Die politische Entscheidung müssen wir akzeptieren“, sagt Projektleiter Professor Georg Winter. Aber er vergleicht den Umbau an einer für die Stadtentwicklung so neuralgischen Stelle mit einem Unfall, bei dem die Ambulanz versuche, zu retten, was zu retten ist. „Wir mischen uns in gesellschaftliche Zustände ein!“ Was den Sicherheitskräften wohl missfällt: Dass am Montag Bilder an den Baustellenzaun gehängt wurden, stieß nicht auf Gegenliebe. Und gestern patrouillierte ein Hilfspolizist mit grimmiger Miene. „Wir erproben hier die Verhandlung des öffentlichen Raums“, kommentiert Winter.

:: Alle Veranstaltungen der Aktionswoche hier

Die Reaktionen vieler Bürger indes zeugen von Informations- und Gesprächsbedarf. Amüsiertes Interesse erregt auch die Aktion „Mobile Stadtbeobachtung mit Masut“ (Mobile analyst system for urban terrain): Katharina Ritter und Jan Engels schieben einen Einkaufswagen, ausgestattet mit Monitor und einer um 360 Grad schwenkbaren Videokamera auf einem auf bis zu sechs Meter Höhe ausziehbaren Rohr, am ausgedehnten Bauzaun entlang, um das veränderte Stadtbild aus der Vogelperspektive zu filmen. Heute, Mittwoch, 15 Uhr: Bürgertreff mit Kaffee und Kuchen. Von SZ-Mitarbeiterin Kerstin Krämer 



 
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