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Ganz legal: Jugendliche sprühen im Stadion

Wie lässt sich aus einer Idee ein leuchtender Hingucker machen? Antworten gab der SV Saar 05 mit einem Wochenendkurs an der Dose. In dieser Woche peppen zwei Profi-Sprayer sogar im Vereinsauftrag das Stadion Kieselhumes auf.

Wie lässt sich aus einer Idee ein leuchtender Hingucker machen? Antworten gab der SV Saar 05 mit einem Wochenendkurs an der Dose. In dieser Woche peppen zwei Profi-Sprayer sogar im Vereinsauftrag das Stadion Kieselhumes auf.

Saarbrücken. Das Zischen hört kurz auf. Paul Grodhues (14) überlegt, was ihm sein Hobby bedeutet. Und sagt: „Graffiti machen einfach Spaß. Es ist eine tolle Sache, dass uns der Verein einen solchen Workshop anbietet.“ Dann bringt er seine Spraydose wieder in Position und macht weiter an seinem Werk. „Das sind zwei Buchstaben“, sagt Paul. „Die bekommen jetzt noch einen schwarzen Rahmen, den ich mit roter Farbe auffülle“, sagte der 14-Jährige. An diesem Samstagmorgen startet im Stadion am Kieselhumes in Saarbrücken ein zweitägiger Graffiti-Workshop für Jugendliche. „Es haben sich mehr als 30 Jugendliche beworben. Leider konnten wir nur zehn Plätze vergeben, da sich unsere beiden Lehrer sonst nicht mit allen Teilnehmern beschäftigen können“, erzählt Uli Möhler, der Vize-Präsident des SV Saar 05. Er hatte die Idee zum Workshop. „Wir lassen kommende Woche die Betonwände im Stadion von Graffiti-Künstlern verzieren. Deshalb haben wir zuvor einen Workshop organisiert“, erklärt Möhler weiter.

Alexander Hoffmann (20) und Daniel Hahn (22) leiten den Graffiti-Workshop und zeigen den Jugendlichen etliche Graffiti-Techniken. „Das Wichtigste ist doch, dass es den Kindern Spaß macht. Das ist wie bei allen anderen Hobbys. Mit ein wenig Talent kann man eigene Kreationen entwerfen“, sagt Daniel Hahn, der mit Kumpel Alexander Hoffmann ab dieser Woche die Betonwände im Stadion am Kieselhumes bearbeitet. „Wir binden natürlich den SV Saar 05 in die Graffiti ein und stellen Motive aus Leichtathletik und Fußball dar. Wie das Kunstwerk letztlich aussieht, bleibt aber eine Überraschung“, sagt Hoffmann.

Je sieben Stunden üben sich die Jugendlichen am Samstag und Sonntag an den Dosen. Sie dürfen Bilder auf Spanplatten sprühen und am Sonntag sogar einen kompletten Container mit gesprühten Ideen schmücken. „So haben die Jugendliche immer ein Andenken an den Workshop. Der Container dient bei uns als Lagerraum“, sagt Uli Möhler. Und wie stellen sich die Jugendliche bei den ersten Graffiti an? Werden mal richtige Sprayer aus ihnen?

„Wir sind keine Sprayer – wir sind Künstler“, sagt Daniel Hahn alias „Raks“. „Aber es sind ein paar richtig gute Ansätze zu erkennen. Einige der Jugendlichen sollten weitere Graffiti entwerfen“, sagt Hoffmann alias „Retro“.

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