A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis AS Saarlouis-Mitte Baustelle, Ausfahrt gesperrt bis 22.12.2017 16:00 Uhr (13.11.2017, 11:43)

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Ganz ruhig bleiben: Das sind Saarbrückens nervigste Baustellen

Ein schwarzes Männchen schwingt die Schaufel auf Baustellenschildern. Die Stadt ist damit gespickt: Zu sehen ist das Schild zum Beispiel für Autofahrer, die von der Goldenen Bremm in die City wollen. In Höhe des Deutsch-Französischen Gartens entsteht ein Geh- und Radweg. Jetzt heißt es bremsen. Vor der Baustellenampel wächst eine Schlange. In vielen Gesichtern spiegelt sich der Frust über den Wechsel aus Anhalten, Fahren, wieder Anhalten. In diesem Rhythmus geht es nicht nur in der Metzer Straße voran.

Zeit und Geld verschlingend

220 Baustellen gibt es in Saarbrücken. Manche von ihnen verursachen nur ein Loch am Straßenrand, dauern ein paar Tage. Andere, wie die Kanalerneuerung im Sittersweg, dauern Monate und verschlingen Hunderttausende Euro. Acht Baustellen behindern zurzeit den Verkehr besonders. Allein sie kosten vier Millionen Euro. Mal geben die Stadtwerke, mal der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb, mal die Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung, mal das städtische Straßenbauamt dort Geld aus. Und sie nennen etliche Gründe für das große Buddeln: Mal sind Kanäle in die Jahre gekommen, mal ist eine Mauer brüchig geworden, mal eine Fernwärmeleitung zu verlegen, mal ein Gehweg zu erneuern.

All das führt zu Umleitungen und Staus. Wie solche Umleitungen ausgeschildert sind, regelt das Saarbrücker Ordnungsamt. Wie Stadtpressesprecher Thomas Blug außerdem mitteilt, steckt hinter solchen Umleitungsstrecken viel Arbeit.
Ärger vorprogrammiert

„Bei der Planung wird geprüft, welche geeigneten, leistungsfähigen und verkehrssicheren Strecken zur Verfügung stehen und welche sich für die Umleitung am besten eignen“, sagt er. Und doch lauert Ärger auf diesen Routen: Es ist der Ärger über Baustellenfahrzeuge, die hartnäckig den Verkehr blockieren. Das bleibe aber nicht zwangsläufig folgenlos, versichert Blug. „Gegen Baustellenfahrzeuge, die den Verkehr behindern, kann das Ordnungsamt vorgehen, wenn sie parken“, sagt er. Für den fließenden Verkehr sei die Polizei zuständig.

Zurück in die Metzer Straße. Die Baustellenampel ist grün. Es geht im Schritttempo weiter Richtung Innenstadt. Doch nach wenigen Metern folgt die nächste Baustelle mit Ampel. Dort wird die Stützmauer an der Lerchessteigtreppe erneuert. Jetzt heißt es wieder: Baustelle betrachten. Und warten.

Das sind die nervigsten Baustellen:

Kanalerneuerung im Sittersweg: Im Sittersweg, zwischen Grülingsstraße und Jägersfreuder Straße, müssen die Kanäle saniert werden. Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb gibt dafür 1,25 Millionen Euro aus. Am 29. März dieses Jahres haben die Bauarbeiten begonnen und werden etwa ein Jahr dauern. Der Verkehr wird einspurig geführt. Zudem gibt es eine Einbahnstraßenregelung von der Hagenbeckstraße bis zur Grülingsstraße in Richtung Ludwigskreisel.

Verkehrskreisel Eurobahnhof: In der Nähe der großen und langwierigen Kanalbaustelle im Sittersweg baut die städtische Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung einen Verkehrskreisel und eine Brücke, um den Eurobahnhof besser mit dem Straßennetz zu verbinden. Das kostet eine Million Euro. Der Verkehr darf nur Richtung Rodenhofer Mitte fließen. Die Fußgänger müssen wegen der Baustelle auf den gegenüberliegenden Gehweg ausweichen. Erneuerung einer Fernwärmeleitung: Die Stadtwerke reparieren in der St. Johanner Straße von der Bahnunterführung bis Auf der Werth für 250 000 Euro die Fernwärmeleitung. Dort wird schon seit 25. Mai 2010 gearbeitet. Am 17. September soll Schluss sein. Abschließend wird diese Leitung mit einer Fernwärmeleitung auf der gegenüberliegenden Straßenseite verbunden. Die St. Johanner Straße wurde für den Verkehr verengt. Fußgänger können weiter den Gehweg nutzen.

Instandsetzung einer Stützwand an der Lerchessteigtreppe: Das Straßenbauamt erneuert die Stützwand in Höhe der Lerchessteigtreppe. Dabei wurden bereits schadhafte Mauerteile ersetzt. Um die Fußgänger vor abstürzenden Mauerteilen zu schützen, müssen sie entlang der Baustelle auf die Straße ausweichen. Zwei Ampeln sorgen dafür, dass der Verkehr einspurig die Baustelle passiert. Am 22. September soll Schluss sein. 25 000 Euro kostet das Ganze.

Bau eines Geh- und Radweges in der Metzer Straße: Vom Eingang des Deutsch-Französischen Gartens bis zur Bellevue baut das Straßenbauamt einen Geh- und Radweg. Dazu heben die Straßenarbeiter die Fahrbahn der Straße „In der Galgendell“ an. Eine Allee säumt später den Geh- und Radweg, der zudem am DFG eine Stützwand bekommt. Ende November soll die Baustelle für 650 000 Euro mit zwei Monaten Verspätung beendet sein. Der Verkehr wird dort auf die Busspur umgeleitet.

Verlegung einer Fernwärmeleitung: In der Alt-Saarbrücker Hohenzollernstraße verlegen die Stadtwerke eine Fernwärmeleitung. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Malstatter Straße und der Autobahnauffahrt in Richtung City. Die Arbeiten haben erst am 23. August begonnen und dauern voraussichtlich bis Ende Oktober. Zurzeit haben die Arbeiter alle Hände damit zu tun, die Fernwärmeleitung an diversen anderen Leitungen vorbeizumanövrieren. Die Stadtwerke geben dafür 210 000 Euro aus.

Verlegung einer Fernwärmeleitung: Von der Leipziger Straße über die Frankenstraße bis zur St.-Josef-Schule verlegen die Stadtwerke Saarbrücken eine Fernwärmeleitung. Gleichzeitig wird diese mit der Fernwärmeleitung an der Wilhelm- Meyer-Brücke verbunden. Die Frankenstraße ist ab der Baustelle gesperrt. Am 17. September soll voraussichtlich Schluss sein. Danach ist die Brücke zugänglich und die Sperrung der Frankenstraße aufgehoben. Der Bau der Leitung kostet 350 000 Euro

.Erneuerung der Gasleitung in der Von-der-Heydt-Straße: Die Stadtwerke Saarbrücken (SWS) reparieren zwischen den Einmündungen Weißenburger Straße und Untere Grüneichstraße eine Gasleitung. Die Baustelle gibt es schon vier Monate. Mit zwei Wochen Verzögerung soll sie dann Mitte Oktober fertig werden. Da die Einengung der Fahrbahn den Verkehr behindert, sollten Autofahrer die Baustelle weit umfahren. Die Stadtwerke geben 200 000 Euro aus, um die Leitung in die Erde zu bringen.

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