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Gartenhaus-Einbrüche: Unbekannte Täter treiben seit drei Wochen ihr Unwesen

Für Einbrecher sind Schrebergärten derzeit ein wahres Paradies: Sie sind abgelegen und in der kälteren und dunkleren Jahreszeit meist verwaist. Und so muss sich die Zweibrücker Polizei dieser Tage mit einer Serie von Einbrüchen in Gartenhäuser (wir berichteten) beschäftigen. In den vergangenen drei Wochen habe es insgesamt 17 Fälle gegeben, teilte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion, Michael Hummel, gestern auf Merkur-Nachfrage mit. Konkrete Hinweise auf den oder die Täter gebe es bislang nicht.

Die Einbrecher ziehe vor allem die Abgelegenheit an, die Kleingarten-Kolonien mit sich bringen. Sie sind unzugänglich, die Täter werden nicht gesehen. „Sie können dort ungestört arbeiten“, sagt Hummel. Dafür werde „meist nur Kleinkram gestohlen“, sagt der stellvertretende Leiter der Zweibrücker Polizei : bei den aktuellen Fällen in Zweibrücken etwa kleinere Geldbeträge, Leergut, Elektrogeräte oder Radios. Oft stünde diese Art von Einbrüchen in Zusammenhang mit Beschaffungskriminalität. Die Täter kommen ohne großen Aufwand an die Beute, die sie schnell zu Geld machen können.

Doch was kann man als Gartenhaus-Besitzer dagegen tun? Gar nicht mal so viel, sagt Hummel. Zunächst einmal sollte man kein Bargeld dort lagern. Und dann sollte man es – so paradox es klingt – mit der Sicherung des Gartenhauses nicht übertreiben: „Wenn man es hoch technisiert schützt, erregt man am Ende noch die Aufmerksamkeit der Einbrecher“, warnt Hummel. Gerade in abgelegenen Gebieten – etwa in Schrebergärten – haben die Täter ohnehin genug Zeit, sich auch zu gut geschützten Gartenhäusern Zutritt zu verschaffen, ohne gestört zu werden. Hummel rät: „Ein Schloss dran machen und fertig!“

Eine ganz andere Geschichte sei das dagegen in Wohngebieten. Dort könne es durchaus sinnvoll sein, sein Gartenhaus etwas aufwendiger zu schützen. Wenn die Täter dadurch aus ihrer Sicht zu viel Zeit brauchen, um sich Zutritt zu verschaffen, lassen sie möglicherweise von selbst von ihrem Ziel ab. Denn in Wohngebieten bestehe laut Hummel für die Einbrecher die Gefahr, dass sie etwa Nachbarn auf sich aufmerksam machen.

 

Zum Thema:

HintergrundDas Polizeipräsidium Westpfalz in Kaiserslautern hat eine groß angelegte „Einbruchschutz-Kampagne“ gestartet. Im Zuge dieser Kampagne fährt ein Sicherheitsmobil verschiedene Städte im Zuständigkeitsgebiet an, um vor Ort Bürgern Tipps zu geben und für Fragen bereitzustehen. Das Sicherheitsmobil ist in Zweibrücken am Freitag, 31. Oktober, zu Gast. In der Zeit von zehn bis 14 Uhr steht es im Bereich des Globus-Baumarkts in der Wilkstraße 2. red
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