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Gasflasche war Grund für Explosion


Saarbrücken. Die Wohnung im ersten Stock ist regelrecht rausgesprengt. Die Fassade mit den Balkonen über dem Eingang des Garelly-Parkhauses ist mit Ruß verschmiert. „Das sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen“, sagt eine Fußgängerin, die auf ihrem Weg zur Ludwigskirche stehen bleibt und und einen fassungslosen Blick auf das Haus in der Wilhelm-Heinrich-Straße wirft. Eine Bombe war es nicht, sondern – davon geht die Polizei aus – eine Gasflasche.

Um 6.30 Uhr erschütterte eine Explosion den neuen Komplex mit acht Wohnungen im hinteren Teil des Alt-Saarbrücker Garelly-Hauses. Fenster und Türrahmen wurden bis auf die Straße geschleudert. Noch viele Meter vom Haus entfernt lagen Glassplitter. Die Wohnung, sagt der Sprecher der Landespolizeidirektion, Georg Himbert, ist „total zerstört“. Die Nachbarwohnung ist ebenfalls „sehr beschädigt“. Die 57 Jahre alte Frau, die zum Zeitpunkt der Explosion in der Wohnung war, ist schwer verletzt. Sie wurde zunächst in eine Saarbrücker Klinik gebracht, wegen ihrer schweren Verbrennungen aber noch am Vormittag in eine Spezialklinik in Ludwigshafen verlegt.




Die Frau konnte sich aus eigener Kraft nach draußen bewegen, sagt Himbert. Das war wohl ihre Rettung, denn in der Wohnung entwickelte sich schnell ein großes Feuer. Mit 22 Leuten und zwei Fahrzeugen rückte die Berufsfeuerwehr an. Sie hatte den Brand schnell unter Kontrolle.

In den benachbarten Wohnungen, sagt die Polizei, habe sich zum Zeitpunkt der Explosion niemand aufgehalten.  Das Gebäude wurde zunächst gesperrt. Die Bauaufsichtsbehörde prüfte zunächst die Statik. Nachdem das Haus an einigen Stellen abgestützt worden ist, sei es für die Bewohner wieder freigegeben worden, sagt die Polizei. Sie sperrte nach der Explosion sicherheitshalber die Eisenbahnstraße zwischen Vorstadtstraße und Stengelstraße und die umliegenden Straßen für den Verkehr. Bereits eine gute halbe Stunde nach der Explosion war die Lage bereits unter Kontrolle.

Zur genauen Ursache der Explosion wollte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. „Wie es zu der Explosion kam, können wir noch nicht sagen. Die Brandermittler haben in der Wohnung zwei Gasflaschen gefunden“, sagt Himbert. Eine dieser Flaschen, die die Frau wohl für einen Gasherd gebraucht hat, sei wohl ursächlich für die Explosion. Was genau passiert ist in der Wohnung soll ein Sachverständiger klären, den die Staatsanwaltschaft gestern eingesetzt hat.
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