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Geburtstag: Uni-Zahnklinik Homburg wird 50!

Homburg. Der Titel des Festaktes am morgigen Freitag hört sich an wie ein richtig großes Geburtstagsfest: „50 Jahre Universitätszahnkliniken in Homburg.“ Und doch klingt das Ganze ein bisschen wie das Pfeifen im Walde, denn die 50 Jahre Zahnklinik in Homburg waren nicht nur geprägt von Wohlwollen und Geldzuwendungen aus dem saarländischen Wissenschaftsministerium, sondern viel eher von Einsparungen und dem Wunsch, „den Laden dicht zu machen.“ So jedenfalls klangen die Pläne des damaligen CDU-Kultusministers Jürgen Schreier, der im September 2000 auf seinem Personal-Plan sah, dass mehrere Professoren gleichzeitig aus der Universitätszahnklinik ausschieden. Plötzlich war der Weg frei, ohne viel Aufhebens diesen kleinen Teil des Klinikums zu schließen.

Dass Schreier, heute Chef bei Saartoto, vor zehn Jahren mit seinen Einspar-Plänen scheiterte, war vor allem dem Engagement der damaligen Unileitung unter Margret Wintermantel und Stefan Hüfner sowie der Ärztekammer des Saarlandes zu verdanken, die wie die Löwen kämpften. „Ohne Zahnklinik“, so die Begründung, „gibt es keine medizinische Vollversorgung, für die ein Universitätsklinikum steht“. Womit sie Recht hatten, wie Professor Peter Pospiech, geschäftsführender Direktor der Unizahnklinik, heute betont. Denn ohne Kiefer- und Gesichtschirurgie kann keine umfassende Notfallmedizin ausgeführt werden. Und das Homburger Uniklinikum ist nun mal die zentrale Anlaufstelle für alle schweren Unfälle im Saarland.

Kurzum, es blieb Schreier also nur die Flucht nach vorne – die vakanten Professorenstellen wurden im Frühjahr 2001 neu besetzt und die Ausstattung verbessert. „Jetzt können wir zufrieden sein, die Betreuung der Studenten ist hervorragend“, betont Pospiech. Kein Wunder, es sind ja auch nur 24 Studenten, die in jedem Wintersemester anfangen – und damit gehört Homburg zu den kleinsten Zahnkliniken in ganz Deutschland. Fürs Saarland reicht es allemal, „denn wir bilden hier vorwiegend den eigenen zahnärztlichen Nachwuchs aus, von den 24 jungen Leuten kommen nur rund acht von auswärts“, informiert Pospiech. Dennoch wird es im zahnärztlichen Bereich personell eng werden, vermutet der Prothetik-Fachmann, zumal immer mehr Frauen diesen Beruf ergriffen, weil er sich gut mit einer Familie vereinbaren lasse. „Das heißt, dass sich im Schnitt zwei Frauen eine Praxis teilen, und das wiederum bedeutet, dass jetzt zwei Frauen auf eine Stelle kommen, die zuvor ein einzelner Zahnarzt betrieben hat, man braucht also doppelt so viele Zahnärzte.“ Doch Mangel hin oder her, am Freitag Abend wird erst einmal offiziell ab 19 Uhr gefeiert, Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Christoph Hartmann kommt ins Forum nach Homburg, um seine Grußworte zu überbringen. Am kommenden Samstag finden ab 9 Uhr im Anatomie-Hörsaal auf dem Homburger Campus Vorträge über die Zahnheilkunde statt, die bis 17 Uhr dauern. Danach wird's gemütlich vor dem Hörsaal, denn alle Zahnärzte, die einst Studenten in Homburg waren, sind zu einer Art Klassentreffen eingeladen – natürlich auf gut saarländisch mit Schwenker und Bier.

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