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Gefährdet Püttlinger Solarpark das Rocco del Schlacko-Festival?

Rocken, feiern - campen: Das gehört zu Rocco del Schlacko Festival dazu. Auf dem Park- und Campingplatz des Festivals entsteht jetzt ein Solarpark. Das Festival selbst soll angeblich nicht gefährdet sein.

Rocken, feiern - campen: Das gehört zu Rocco del Schlacko Festival dazu. Auf dem Park- und Campingplatz des Festivals entsteht jetzt ein Solarpark. Das Festival selbst soll angeblich nicht gefährdet sein.

„Event“ und „Energie“, eine interessante Mischung. Dort, wo Thilo Ziegler und seine Mitstreiter seit 1999 das weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannte Festival Rocco del Schlacko veranstalten, genauer gesagt, wo ihre zu Tausenden zählende Gäste parken und campen, haben vor zwei Wochen die Arbeiten zu einer der größten Solaranlagen im Saarland begonnen.

Ziegler sieht die aktuelle Entwicklung aber entspannt. Er sei frühzeitig informiert worden. Beeinträchtigungen für Rocco del Schlacko befürchte er nicht. Im Gegenteil, so Ziegler. Die jetzt eingetretene Veränderung führe vielmehr zu interessanten Neuerungen.

Die jetzt nicht mehr zur Verfügung stehenden Flächen hätten ohnehin nur einen kleineren Teil dessen in Anspruch genommen, was insgesamt an Park- und Campingfläche benötigt worden sei. Man werde kreative Lösungen finden, die das Festival noch attraktiver machen. Unterstützung gibt es auch aus dem Püttlinger Rathaus. Reiner Stein, technischer Leiter des Bauamtes, teilte mit, es werde an Alternativen gearbeitet, in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Die Stadt sei stolz auf Rocco del Schlacko.

Die Photovoltaik-Anlage Püttlingen-Herchenbach wird nach Angaben von Kunibert Jost, einer von drei Inhabern der Firma Solarpark Püttlingen GdbR, eine Leistung von knapp 5,0 MWp (Megawatt-Peak) haben. Rein rechnerisch könne damit der Strombedarf von gut 1400 Haushalten gedeckt werden. Entwickelt wurde das Projekt mit einer Größe von rund sieben Hektar, untergliedert in die Teilbereiche Nord und Süd, von der ortsansässigen Solarpark Püttlingen, zu der neben Jost auch Klaus Weyand und Gert Müller gehören. Investor sei Enovos Renewables, die schon früher verschiedene Kooperationsmodelle mit kommunalen Partnern initiiert habe, um die Erneuerbaren Energien im Saarland gezielt auszubauen, so Jost.

Eine der Initiativen sei „Neustromland“, ein Zusammenschluss von 19 saarländischen Energieversorgungsunternehmen, erläutern die Investoren. So betreibe Neustromland sieben Solarkraftwerke mit einer Leistung von 16,2 MWp. Damit sei Neustromland der größte Photovoltaik-Anlagenbetreiber im Saarland.

Die Anlagen von Neustromland befinden sich vorzugsweise auf Konversionsflächen oder entlang von Autobahnen und Bahntrassen. So auch die im Bau befindliche Anlage in Herchenbach. Die Investitionen für das aktuelle Projekt belaufen sich auf 5,1 Millionen Euro.

Schnell geht es mit dem Bau der Solaranlagen. Nach nur drei Wochen soll bereits am 31. Oktober der erste Strom fließen. Die technische Betriebsführung werde die Enovos Future übernehmen, so Jost, einer der größten Photovoltaik-Dienstleister in Deutschland.

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