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Gefahr für Wildtiere: Dunkle Jahreszeit verlangt von Autofahrern alles



Kreis Neunkirchen. Die dunkle Jahreszeit kommt mit großen Schritten. Spätestens nach der Zeitumstellung am vergangenen Wochenende führt für viele der Nachhauseweg durch die Dunkelheit. An Autofahrer stellt das besondere Anforderungen. Wild, Nässe, Laub und Glätte machen die Straßen gefährlich. In den Jahren von 2007 bis 2010 wurden im Saarland über 11 300 Wildunfälle registriert. Allein in diesem Jahr waren es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Illingen (Illingen, Eppelborn, Schiffweiler und Merchweiler) bislang 145. Der Sachschaden beläuft sich dabei bereits auf über 174 000 Euro (2011 gesamt: 204 500 Euro). Im Bereich der Polizeiinspektion Neunkirchen (Neunkirchen, Ottweiler, Spiesen-Elversberg) gab es 2012 bereits 189 Wildunfälle.

Aktuell schlagen diese mit einer Schadenssumme von rund 240 000 Euro zu Buche (2011 gesamt: 225 000 Euro). Einen signifikanten Anstieg der Unfallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren gab es nicht. Die Unfälle gingen meist sogar glimpflich aus. Lediglich die Polizei Neunkirchen registrierte einen Leichtverletzten, getötet wurde niemand. Besonders gefährlich ist laut Rolf Meurer, Polizeihauptkommissar in Illingen, die Zeit zwischen 19 Uhr und 8 Uhr. Besonders risikoreich sei dabei die Dämmerung, weil hier am häufigsten Wildwechsel stattfindet. Und die fällt momentan genau in die Zeit, in der die meisten von der Arbeit nach Hause fahren.

Gerade an Feld- oder Waldrändern rät die Polizei daher zu erhöhter Vorsicht. Klaus Kosok vom Landesbetrieb für Straßenbau erklärt, dass besondere Unfallschwerpunkte durch Zäune abgesichert werden. Derzeit werden im Saarland aber an drei Pilotstrecken auch optische und akustische Wildwarner getestet (wir berichteten). Diese warnen nicht den Autofahrer, sondern das Wild über Licht- beziehungsweise Tonsignale wenn sich ein Fahrzeug nähert. Sollten sich die Geräte bewähren, so Kosok, würden sie in Zukunft mehr und mehr anstelle klassischer Zäune eingesetzt. Polizeihauptkommissar Meurer verweist auf ein Infoblatt, das der ADAC zusammen mit dem Deutschen Jagdverband extra für Autofahrer herausgegeben hat.

Wenn Wild auf der Fahrbahn auftaucht, sollte der Fahrer kontrolliert abbremsen, abblenden und hupen. Außerdem sei immer mit Nachzüglern zu rechnen. Wenn der Unfall unvermeidbar ist, sollte das Lenkrad festgehalten und abgebremst werden. Keinesfalls sollten Autofahrer versuchen, ein riskantes Ausweichmanöver zu machen. Nach einem Wildunfall gilt es, die Unfallstelle zu sichern und Polizei oder Jäger zu verständigen. Der Unfall sollte grundsätzlich gemeldet werden, auch wenn keine sichtbaren Schäden am Fahrzeug entstanden sind. Weitere Tipps für Autofahrer in Herbst und Winter sind auf der Webseite der saarländischen Polizei zu finden.

www.saarland.de/polizei.htm


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