Saarland: Neunkirchen-Wellesweiler, Wellesweilerstraße: Vollsperrung auf Grund von Reinigungsarbeiten nach einer Ölspur. (20:04)

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Gefahren für Radfahrer lauern in Saarbrücken an vielen Ecken

Falschparker zwingen viele Radfahrer auf die Straßen auszuweichen. SZ-Archivfoto: Becker & Bredel

Falschparker zwingen viele Radfahrer auf die Straßen auszuweichen. SZ-Archivfoto: Becker & Bredel

Fahrradfahrer leben in Saarbrücken gefährlich. Obwohl nur rund vier Prozent der Saarbrücker das Rad nutzen, sind 17 Prozent der verunglückten Personen im Stadtgebiet mit dem Rad unterwegs. Vor allem Familien sind in Sorge um ihre Kinder, so auch Familienvater Harald Kreutzer. Zugeparkte Rad- und Gehwege seien hier Alltag, die Stadt müsse endlich handeln (wir haben berichtet). Auf der Facebookseite der Saarbrücker Zeitung gab es auf den Artikel „ Saarbrücken ist gefährlich für radelnde Kinder“ viele Reaktionen. Einige Leser teilten auch ihre eigenen Erfahrungen mit.

Jochen Schmidt: Fahrradwege sind ständig zugeparkt, Radwege (Meerwiesertalweg, Maizer Straße ab Ecke Lessingstr. stadtauswärts) wurden entfernt ohne die Autofahrer darauf aufmerksam zu machen. Radweg ist auch Busspur (geht gut, solange bis ein Bus hinter einem herfährt...), mit Kindern ist es eine Katastrophe.

Diane Chlupka: Das gesamte Verkehrskonzept ist viel zu Auto basiert. Für Fahrradfahrer jeden Alters gibt es da noch viel zu verbessern, um sich bei der Verkehrsteilnahme sicherer zu fühlen.

Roman Kleinschmidt: Es reicht aber auch nicht einfach Radwege anzulegen, man muss sie auch pflegen und instandhalten. Die paar Holperstrecken, die es hier gibt sind bestenfalls mit dem Mountainbike zu befahren. Der Belag ist an vielen Stellen vollkommen marode, Bordsteinkanten so hoch wie die ehemalige Berliner Mauer, dauerhaft zugeparkte Abschnitte, Hundekot, zerborstene Glasflaschen und anderer Müll machen es auch nicht spaßiger, sich hier fortzubewegen.

Gerhard Hartz: Das Problem ist, dass Saarbrücken in den letzten 20 Jahren kaum etwas für Radfahrer getan hat, im Gegenteil man hat bedingungslos den Autoverkehr gefördert. Nun sind die Kassen leer, und immer mehr PKWs rußen und lärmen die Stadt voll. Ökologische Verkehrspolitik geht anders.

Mark Pfennig: Ich habe als Radfahrer relativ gute Erfahrungen in Saarbrücken sammeln können. Bei vielen Einbahnstraßen ist es im Nauwieser Viertel erlaubt, mit dem Fahrrad in beide Richtungen fahren zu können. Mit Kindern ist es ein großes Vergnügen an der Saar entlang zu fahren. Hier wären tagelange Touren durch das Saarland oder nach Frankreich möglich. Natürlich ist es kein echter Spaß mit kleinen Kindern auf den vielbefahrenen Straßen wie zum Beispiel der Dudweiler Straße rumzufahren. Ein echtes Ärgernis sind die vielen Falschparker auf den Fahrradwegen. Hier müsste das Ordnungsamt durch sofortiges Abschleppen für Abschreckung sorgen.

Elke Huppert: Aus der Sicht von Fußgängern ist es auch gefährlich. Es hat sich nämlich in Saarbrücken eingebürgert, dass Radfahrer auf den Bürgersteigen fahren. In der Eisenbahnstraße muss man sich zuerst umsehen, bevor man in ein Geschäft geht, ob nicht ein Fahrradfahrer von hinten angefahren kommt.

Ich bin schon mehrmals mit knapper Mühe einem Zusammenstoß entgangen. Das ist unglaublich, mit welcher Selbstverständlichkeit auf Bürgersteigen Fahrrad gefahren wird.

facebook.com/ saarbrueckerzeitung.sb/

 
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