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Gefangen in der Zone: Saarbrückerin ärgert sich über Parkzone

Ein Wechsel der Parkzone ist in Saarbrücken nicht möglich: Für Besitzer eines Parkausweises ist in allen anderen Zonen Parkverbot.

Ein Wechsel der Parkzone ist in Saarbrücken nicht möglich: Für Besitzer eines Parkausweises ist in allen anderen Zonen Parkverbot.

Die Parkzone innerhalb Saarbrückens zu wechseln, ist offenbar nicht immer möglich. Das musste SZ-Leser-Reporterin Kirsten Ebert jetzt feststellen. Erst im September ist Ebert in die Mainzer Straße gezogen und hatte einen Parkausweis im Bürgeramt beantragt. Ihr wurde in der Parkzone I2 ein Stellplatz für ihr Auto zur Verfügung gestellt. „Die Parkzone für dieses Gebiet ist ungefähr zehn Minuten zu Fuß von meiner Wohnung entfernt“, schildert die Saarbrückerin. Sie sei erst vor zwei Monaten Mutter geworden. „Zehn Minuten sind mit Kind und Kegel ganz schön anstrengend“, betont sie. Direkt die Straße gegenüber ihrer Wohnung seien jedoch viele Parkplätze frei.

Wieso also nicht in die Parkzone L3 wechseln? „Mein Antrag wurde zwischen Bürger- und Ordnungsamt mehrmals hin- und hergereicht. Niemand wollte dafür zuständig sein“, erzählt sie verärgert. Dann nach drei Wochen, Mitte Februar, endlich eine Antwort: Antrag abgelehnt. „Eine Begründung habe ich bis heute nicht gehört. Ich hätte nicht gedacht, dass die Stadt so wenig Verständnis zeigt“, sagt Ebert wütend.

Der Wechsel zwischen Parkzonen ist gar nicht möglich. Denn die Parkzonen sind grundsätzlich an den Wohnort gebunden, teilt der Stadt-Pressesprecher Thomas Blug der SZ auf Anfrage mit. Es sei nicht möglich, einzelne Bewohner außerhalb der eigenen Parkzone einen Parkplatz anzubieten. Nur in Ausnahmefällen kann die Parkzone gewechselt werden. „Wir berücksichtigen aber durchaus Grenzfälle“, sagt Blug. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn ein Bewohner in einer Straße wohnt, die die Grenze eines bereits eingerichteten Bewohnerparkbereichs bildet. Dann könne in Ausnahmefällen auch die Erlaubnis erteilt werden, in der benachbarten Parkzone zu parken.

Im Fall Katrin Eberts trifft das jedoch nicht zu, macht Blug klar: „Ein Wechsel würde automatisch zu einem Missverhältnis in der benachbarten Zone führen und andere Bürger benachteiligen.“

Den Hinweis bekamen wir von SZ-Leser-Reporterin Katrin Ebert. Für Sprachnachrichten aufs Band nutzen Sie die Nummer (06 81) 5 95 98 00 oder schicken Sie alles an leser-reporter@sol.de oder unser Onlineformular.

 
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