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Gefangene quälten Mithäftling wochenlang

Der jüngere soll wegen 42 Fällen von Raub, Körperverletzung und Nötigung vier weitere Jahre hinter Gittern bleiben. Der ältere, dem 21 Übergriffe gegen das Opfer zur Last gelegt werden, wurde zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Die wegen Eigentums- und Gewaltdelikten vorbestraften Angeklagten hatten gestanden. Sie und ihr Opfer hatten im Oktober und November 2006 eine Drei-Mann-Zelle geteilt. Die Übergriffe hatten aber bereits einige Monat zuvor angefangen. Treibende Kraft sei der Jüngere gewesen, der seit 2002 im Gefängnis sitzt.

Etwa ab Januar 2006 habe er dem Mithäftling zweimal eine Glatze rasiert und ihm einmal ein blaues Auge geschlagen. Als sie zu dritt in der Zelle lebten, nahmen die Übergriffe zu. Das Opfer sei mit Handkantenschlägen, Tritten und Löffelschlägen auf die nackten Füße traktiert worden. Es sei mit Fäusten und Ellbogen misshandelt worden, habe putzen und aufräumen müssen. Mehrfach seien ihm Augenbrauen und Kopfhaare rasiert worden, teilweise so, dass Schnittwunden entstanden. Und mindestens fünf Mal habe das Opfer seinem jüngeren Peiniger sein Mittagessen abtreten müssen, besonders dann, wenn es Fleischgerichte gab. Die Richter weiter: Wenn die Übergriffe zu viel wurden, dann sei der ältere Angeklagte eingeschritten. Bis dahin habe er aber mitgemacht. Und einmal als das Opfer aus Unachtsamkeit beim Wasserkochen den Tauchsieder des Peinigers kaputt gemacht habe, da habe auch der ältere Angeklagte allein und massiv zugeschlagen.

Zunächst fielen die Übergriffe in der Haftanstalt nicht auf. Warum nicht? Antwort des Gerichts: Die Angeklagten seien relativ geschickt vorgegangen. Sie hätten ihren Zellengenossen nie allein gelassen und darauf geachtet, dass er Justizbediensteten nichts erzählen kann, dass die Beamten seine Verletzungen nicht sehen. Mithäftlinge meldeten schließlich die Übergriffe. szn/dög
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