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Gegen Leiharbeit: Telekom- Demo in Saarbrücken

Die Demonstranten forderten die Wiedereinführung einer Grenze der Überlassungsdauer für Leiharbeiter sowie die Angleichung der Löhne der Leiharbeiter zu denen der Stammbelegschaft („equal pay“). Nach Angaben von Kurt Hau, dem stellvertretenden Verdi-Landesleiter, verdienen Leiharbeiter zudem im Schnitt rund 40 Prozent weniger als Stammbelegschaften. Außerdem sei aus Arbeitnehmersicht eine Beschränkung der Leiharbeitsdauer auf maximal neun Monate angemessen. „Da haben wir zu lange die Augen zugemacht“, sagte Hau.

Bei der Kundgebung benutzte auch der saarländische Landtagsabgeordnete Eugen Roth (SPD) deutliche Worte. Er sprach von „Hungerlöhnen“ für Leiharbeiter und forderte, dass diese „moderne Form der Ausbeutung“ verschwinden müsse. „Es ist offensichtlich, dass die Möglichkeit der Leiharbeit seit ein paar Jahren von den Arbeitgebern missbraucht wird“, sagte Roth weiter. „Wenn jemand bis zu sechs Jahre als Leiharbeiter in einem Betrieb arbeitet, kann man nicht mehr davon sprechen, dass Auftragsspitzen abgefangen werden.“

Hau empfindet es außerdem als „beschämend, dass eine Firma, die seinen Aktionären pro Jahr 3,4 Milliarden Euro Dividende verspricht“, seine Mitarbeiter nicht ordentlich bezahle. Das Saarland habe Standortvorteile, wie beispielsweise relativ geringe Mieten oder Ähnliches. Die Landesregierung müsse diese besser nutzen, um Ansiedlungen voranzutreiben und den Standort Saarland zu sichern. spr

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