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Geisterfahrer im Saarland: Die meisten waren Männer

Saarbrücken. Geisterfahrer sorgen vor allem auf Schnellstraßen immer wieder für Angst. Bei der saarländischen Polizei sind nach Angaben des Landesverkehrsministeriums im vergangenen Jahr 71 entsprechende Meldungen von Bürgern eingegangen. Doch nur in 18 nachgewiesenen Fällen konnte die Polizei die Geisterfahrer ermitteln, oftmals waren sie bis zum Eintreffen der Beamten schon umgekehrt. „Das Problem der Falschfahrer ist ein männliches“, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums. In allen 18 gesicherten Fällen haben demnach Männer hinter dem Lenkrad gesessen. Drei Geisterfahrten führten zu Unfällen mit Leichtverletzten, viermal wurde eine Beeinflussung durch Alkohol nachgewiesen. Diese Falschfahrer waren zwischen 21 und 44 Jahre alt. Elf weitere der 18 ermittelten Männer waren über 65 Jahre alt, sieben sogar älter als 80. Schwerpunkte waren laut Ministerium die A 8 und die A 620. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der Fahrten im Gegenverkehr in etwa gleich geblieben.

Um die Zahl der Geisterfahrer in Zukunft zu verringern, werden bis Mitte März alle 91 Autobahn-Anschlussstellen im Saarland bei Kontrollfahrten untersucht. Dabei stehen unter anderem Fahrbahnmarkierungen, Bewuchs durch Bäume und Sträucher und mögliche bauliche Veränderungen im Fokus. Auch auf Verkehrsschilder will das Ministerium achten, bei Bedarf könnten etwa gewölbte Schilder eingesetzt werden. „Die Maßnahmen dürften alle finanzierbar sein, da es sich nicht um größere Baumaßnahmen handelt“, teilt das Ministerium mit. Zu einer „umfassenden Verkehrsschau“ sind die Straßenverkehrsbehörden alle zwei Jahre verpflichtet. Dass nun schwerpunktmäßig bei Dunkelheit geschaut werde, wo Anschlussstellen unübersichtlich sind, sei allerdings nicht gesetzlich vorgegeben, erklärt Ministeriumssprecher Thorsten Bischoff. Man könne auch schwerlich verhindern, dass stark alkoholisierte Menschen oder Fahrer in Selbstmord-Absicht in den Gegenverkehr geraten. Vielmehr wolle man durch Verbesserungen jene Fälle reduzieren, in denen Menschen die Übersicht verlieren und so zu Geisterfahrern werden.

Bereits gestern Abend sollten Autobahnabschnitte im Bereich der Straßen- und Autobahnmeisterei Limbach in Augenschein genommen werden: Mitarbeiter benachbarter Meistereien nahmen sich die A 8 von der Landesgrenze bei Zweibrücken bis zur Anschlussstelle Spiesen-Elversberg und die A 6 zwischen Waldmohr und dem Autobahnkreuz Neunkirchen vor. Am Freitag folgen dann der Abschnitt der A 6 zwischen dem Kreuz Neunkirchen und der Goldenen Bremm sowie die A 620 vom Autobahndreieck Saarbrücken bis zur Anschlussstelle Gersweiler. Weitere Termine werden laut Verkehrsministerium noch festgesetzt.

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