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Geldspritze für Bau des Wohnmobilparks

Der Wohnmobilpark oberhalb der Rilchinger Saarland-Therme ist seit bald zwei Jahren in Betrieb. Foto: Becker&Bredel</p>

Der Wohnmobilpark oberhalb der Rilchinger Saarland-Therme ist seit bald zwei Jahren in Betrieb. Foto: Becker&Bredel

Freude in Kleinblittersdorf: Der von Bürgermeister Stephan Strichertz erhoffte Geldsegen für den Wohnmobilpark an der Rilchinger Saarland-Therme ist wahr geworden. Das Innenministerium hat den Antrag der Gemeindeverwaltung positiv beschieden. Innenminister Klaus Bouillon bewilligte der Kommune eine sogenannte Bedarfszuweisung von 400 000 Euro. Damit sorgt das Innenministerium dafür, dass die Obere-Saar-Gemeinde ihren Anteil an den Investitionskosten für den Wohnmobilstellplatz an der Saarland-Therme besser bewältigen kann.

Bauherrin ist die Eigentümerin des Kurparks, die Saarland Thermen Resort Rilchingen GmbH. Und an dieser öffentlichen Projektgesellschaft GmbH ist Kleinblittersdorf beteiligt. Politik und Verwaltung hatten sich für den Bau des Wohnmobilstellplatzes eingesetzt. Die Gemeinde steuert nach Angaben des Innenministeriums zum Bau des Wohnmobilparks einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 600 000 Euro bei. Der Bau der Anlage hatte nach anderthalbjähriger Vorbereitung im Sommer 2014 begonnen. Er dauerte länger, und er wurde deutlich teurer als geplant. Unerwartete Schwierigkeiten mit dem Untergrund hatten den Betriebsbeginn um Monate verzögert. Auf die zunächst veranschlagte runde Million für die Baukosten mussten die Gesellschafter ordentlich draufsatteln, bis die Fläche für 61 Wohnmobile hergerichtet war. Um die 1,9 Millionen Euro dürfte der Bau der 12 500 Quadratmeter großen Anlage gekost haben, wenn schließlich alles abgerechnet ist. Eine Alternative zur Fertigstellung stand nach den Worten von Heinz Peter Klein, einem der beiden Geschäftsführer der Projektgesellschaft, nie zur Debatte. „Niemandem wäre damit gedient, wenn wir nach all den Vorarbeiten einen nicht nutzbaren Platz hätten.“ Mit der Eröffnung im Mai 2015 gab es erstmals seit der Eröffnung der Saarlandtherme Übernachtungsmöglichkeiten im Kurpark. Denn vom mehrfach angekündigten Hotel war trotz mehrerer Anläufe nichts in Sicht.

Dafür ist heute der Wohnmobilplatz das Zuhause auf Zeit für Weitgereiste. Leistungsfähige Stromsäulen sorgen dafür, dass selbst üppig ausgerüstete Mobile mit vielen Elektrogeräten genug Energie bekommen. Die Stellplätze sind so angeordnet, dass Zwölf-Meter-Fahrzeuge bequem Platz finden. Duschen, Toiletten und eine Rezeption kamen im etwa 100 Quadratmeter großen Empfangsgebäude unter. Der neue Stellplatz hatte es rechtzeitig zur Eröffnung in einen Reiseführer mit den nach Verlagsangaben 90 besten Wohnmobil-Anlagen Deutschlands geschafft.

Auf rund 30 000 Quadratmetern soll nebenan ein weiteres Camping-Konzept verwirklicht werden. Diese Fläche bietet Platz für Minigolf, einen Biergarten und Häuschen für eine in der Region noch neue „glamouröse“ Form des Campens. Investoren sind der Saarbrücker Hotelier Gerd Leidinger und Sven Becker als Projektleiter mit seiner Saarlouiser WYRD Gastro GmbH.

Bei der Auswahl der Pflanzen will Becker mit dem Biosphärenzweckverband zusammenarbeiten. Denn was später dort sprießt, ob nun im Kräutergarten oder auf einer neu angelegten Obstbaumwiese, das soll zum Bliesgau und seiner Rolle als einer ländlichen Musterregion passen.

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