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Gemeinde Überherrn muss sparen

Nachrichten aus der Region Saarlouis.

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Überherrn. Der Haushalt der Gemeinde Überherrn weist ein Defizit von 4,05 Millionen Euro auf, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von über einer Million Euro. Auf der Kommune lastet eine Gesamtverschuldung von 19,5 Millionen Euro.

Bürgermeister Bernd Gillo forderte am Donnerstagabend in der Gemeinderatssitzung dazu auf, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um die Haushaltslage zu verbessern. Nach einigen Diskussionen über den vorgeschriebenen Haushaltssanierungsplan stimmten die Ratsmitglieder einstimmig dem Haushaltsplan für das Jahr 2012 zu, zugleich dem Haushaltssanierungsplan, der Einsparungen von 90 000 Euro jährlich bis 2015 vorsieht.

Die Liste der Maßnahmen zur Haushaltsverbesserung ist lang. In seiner vergangenen Sitzung beschloss der Rat die Erhöhung der Grundsteuer und der Hundesteuer. Maßnahmen, die zwar mehr Geld in die Kassen bringt und damit wird für das Jahr 2012 das Einsparziel erreicht, aber bei Weitem nicht genug, um wesentlich zur Verbesserung der Finanzlage beizutragen. Also denkt die Verwaltung unter anderem über einen Stellenabbau nach oder die Reduzierung von Aushilfskräften.

Sparen ließe sich auch beim Thema Energie. Die Umsetzung des Energiekonzeptes werde weiter vorangetrieben, um dadurch Einsparungen des Energieverbrauchs von jährlich zehn Prozent zu erreichen. Und die freiwilligen Leistungen kommen auf den Prüfstand.

Wenngleich Gillo wiederholt darauf hinwies, dass es für jede einzelne Position die Zustimmung des Gemeinderates geben wird, äußerten sich CDU und SPD kritisch über die Vorschläge der Verwaltung. So stehen Überlegungen an, den Windelbonus wieder zu streichen und die Beförderung von Kindern aus Bisten in den Kindergarten nach Wohnstadt nicht mehr finanziell zu unterstützen.

Dagegen sprachen sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Vinzenz Winter und der SPDFraktionsvorsitzende Guido Guldner aus. Auch wurde darüber diskutiert, wie die Vereine in der Gemeinde zukünftig gefördert werden sollen. „Sie vergeben sich jetzt nichts, wenn sie den Beschlüssen zustimmen“, sagte Gillo und musste Überzeugungsarbeit leisten, um die Zustimmung aller am Ende zu bekommen.

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