A1 Trier Richtung Saarbrücken AS Holz Einfahrt gesperrt, Fahrbahnerneuerung am Tage, Dauer: 16.10.2017 07:36 Uhr bis 19.11.2017 07:36 Uhr, eine Umleitung ist eingerichtet (16.10.2017, 07:39)

A1

Priorität: Dringend

20°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
20°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Gemeinsam auf die Straße gegen Lkw-Lärm

Als Zeichen der Solidarität trugen Mitglieder der Initiative „Malstatt – gemeinsam stark“ ihr Protestbanner vorneweg. Foto: heiko Lehmann

Als Zeichen der Solidarität trugen Mitglieder der Initiative „Malstatt – gemeinsam stark“ ihr Protestbanner vorneweg. Foto: heiko Lehmann

Seit fast drei Monaten klagen die Anwohner der Heringsmühle in Fechingen , Ensheimer und Heckendalheimer über den Schwerlastverkehr auf der L 108. So lange schon ist die Fechinger Talbrücke für Brummis gesperrt.

 

Und so lange nutzen Lkw-Fahrer die Route über die Heringsmühle, um am Flughafen vorbei auf die A 6 zu gelangen. Mehr Abgase und Lärm denn je sind die Folge. Die Betroffenen schlossen sich zusammen, verfassten Beschwerden an die Landesregierung, hängten Protestplakate an ihre Häuser. Gestern gingen sie auf die Straße. 60 Demonstranten forderten stationäre Blitzer und wollen, dass die Lkws verschwinden, die nur durchfahren.

 

„Der Transitverkehr muss weg, so schnell es geht. Die Menschen leiden extrem. Unternehmen kämpfen bereits um ihre Existenz“, sagte Yvonne Brück, die die Demo mitorganisiert hat. Sie und ihre Mitstreiter hatten rund 50 Betriebe mit zirka 1500 Mitarbeitern befragt. Bis zum Jahresende müsse wohl etwa jede zweite Firma wegen der Umsatzeinbußen Leute entlassen.

 

Bundestagsmitglied Thomas Lutze (Linke): „Der Stadtrat könnte die stationären Blitzer sofort beschließen, und meines Erachtens könnten diese in den nächsten vier bis fünf Wochen schon stehen, wenn man will.“ Die Linkenfraktionsvorsitzende im Stadtrat, Claudia Kohde-Kilsch , sagte den Demonstranten, der Rat sei für Blitzer.

 

Auch Hubert Ulrich , Grünen-Fraktionschef im Landtag, will den Schwerlastverkehr weg haben. „Die Landesregierung behauptet, man könne aus Platzgründen Lkw nicht zurückschicken, wenn sie erst einmal auf dieser Straße sind. Ich sehe mehrere Möglichkeiten, wo man Lkw zurück auf die Autobahn schicken kann.“ Morgen ist der Schwerlastverkehr auf der L 108 wieder Thema im Landtag. „Die Landesregierung kann diesem Druck nicht mehr lange standhalten“, sagte Ulrich. Das hoffen auch die Organisatoren des Protests. Yvonne Brück: „Sonst gehen wir wieder und wieder auf die Straße, bis sich endlich etwas tut.“
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein