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General-Electric will Werk in Bexbach endgültig schließen

Der Eingang des Werks von General Electric in Mannheim (Baden-Württemberg). Die Niederlassung in Bexbach soll geschlossen werden.

Der Eingang des Werks von General Electric in Mannheim (Baden-Württemberg). Die Niederlassung in Bexbach soll geschlossen werden.



Die Hoffnung auf Rettung der 160 Arbeitsplätze im Bexbacher General-Electric-Werk (GE) ist nahezu erloschen. Betriebsrat und Gewerkschaft IG Metall haben aber einen Sozialplan mit dem US-Unternehmen ausgehandelt, der die Folgen der geplanten Schließung der Turbinenschaufel-Fabrik besser abfedere als bisher abzusehen war. Heute Mittag hat der Betriebsrat die Mitarbeiter über die Ergebnisse der Verhandlungen informiert. Demnach hält der Konzern an der Schließung des früheren Alstom-Werkes zum Jahresende fest. Im Gegenzug sei es gelungen, höhere Abfindungen herauszuhandeln, teilte die Gewerkschaft mit. Die Abfindungen „liegen beim Anderthalbfachen des bisher besten Sozialplanes des Unternehmens aus dem Jahr 2015“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Kai Müller. Außerdem werde eine Transfergesellschaft gegründet, die den Übergang in die Arbeitslosigkeit abfedern soll. In dieser Gesellschaft sollen die Beschäftigten ab dem 1. Januar 2018 für ein Jahr mit 85 Prozent des bisherigen Entgelts vor dem finanziellen Absturz bewahrt werden. Niemand müsse vor dem Jahr 2019 die Arbeitslosigkeit fürchten, so der Betriebsrat.
„Das gemeinsame Ziel, die Arbeitsplätze in unserer Region zu erhalten, ist an einem rücksichtslosen Management gescheitert. Dafür muss GE nun ordentlich in die Tasche greifen“, sagte Martin Zimmer von der IG Metall Homburg-Saarpfalz.Ganz aufgegeben haben die Arbeitnehmervertreter die  Rettung des Unternehmens noch nicht. „Sollten wir es schaffen, einen Investor zum Kauf oder zur industriellen Nachnutzung für den Standort finden, dann hat sich General Electric verpflichtet, die Verhandlungen dazu zu führen“, teilten Müller und Zimmer mit. Die Investoren-Gruppe Grantiro, die seit längerem Interesse signalisiert hatte, stieß bei GE nicht auf offene Ohren. Hinter Grantiro stehen maßgeblich die Schweizer Beratungsgesellschaft Rasenberger Toschek und ein nicht genannter chinesischer Industriepartner.
 
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