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Gereizte Stimmung auf dem Betze

Kaiserslautern. In der aktuellen Ausgabe der FCK-Vereinspostille "Betze Magazin" räumt Vorstandschef Stefan Kuntz ein, dass "nach der dritten Niederlage in Folge verständlicherweise die Unzufriedenheit mancher Fans" wächst. Auch beim Spiel in Frankfurt vergangene Woche konnte die Mannschaft in keiner Phase an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Kampf und Einsatz waren zwar zu sehen, doch die fußballerischen Unzulänglichkeiten der Roten Teufel ließen auch gegen die abstiegsbedrohten Hessen nicht mehr als eine verdiente 0:1-Niederlage zu.

Heute Abend geht es für den FCK im heimischen Fritz-Walter-Stadion gegen die TuS Koblenz (Anstoß 18 Uhr). Ein Spiel, dem in mehrerer Hinsicht besondere Bedeutung zukommt. So arbeitete FCK-Trainer Milan Sasic bis zu seiner Entlassung 2007 fünf Jahre lang in Koblenz, wo er auch heute noch lebt. "Ich habe keine Rachegefühle", wiegelt der Kroate die Frage nach dem Verhältnis zu seinem früheren Arbeitgeber ab. Stattdessen weist er auf die veränderte Rollenverteilung beim heutigen Aufeinandertreffen hin. "Koblenz ist eine Mannschaft, die in diesem Jahr dreimal soviele Punkte gemacht hat wie wir". In der Tat: den 13 Punkten, die Koblenz 2009 eingefahren hat, hat der FCK gerade mal vier Zähler im selben Zeitraum entgegenzusetzen.

In der Hinrunde reiste der FCK nach fünf Siegen in Folge als haushoher Favorit nach Koblenz und kehrte mit einer deftigen 0:5-Schlappe im Gepäck zurück.

Es war der Beginn der Auswärtsmisere, in deren Verlauf der FCK nur noch ein einziges Pünktchen auf fremdem Platz einheimsen konnte (0:0 in Duisburg).

Dass die Stimmung im Umfeld des 1. FC Kaiserslautern derzeit gereizt ist, wissen auch die Verantwortlichen, "nachdem wir in der Winterpause festgestellt haben, dass wir doch etwas zu verlieren haben" (Kuntz). Spätestens bei einer weiteren Niederlage (es wäre die vierte in Folge) wäre der Kredit, den Sasic nach dem Klassenerhalt vergangene Saison bei den Fans genießt, aufgebraucht. "Die letzten drei Spiele waren hart für uns", sagt auch Torwart Louis Robles, der den bis zu einer Verletzung an Nummer eins gesetzten Tobias Sippel verdrängt hat.
Ralph Tiné
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