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Gericht lässt Walter H. verhaften

Saarbrücken. Das Landgericht Saarbrücken hat die vorläufige Unterbringung von Walter H. in einer geschlossenen Therapieeinrichtung angeordnet. Der Mann war nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg freigekommen im Mai 2010 aus der Sicherungsverwahrung entlassen und anschließend von Beamten observiert worden.

Ein Mitarbeiter der Stadt Saarbrücken hat heute (Freitag, 2. September) gegen Mittag den Gerichtsbeschluss in der Saarbrücker Talstraße vollstreckt. Polizeibeamte, die Walter H. bis dahin observiert hatten, waren anwesend. Im Anschluss wurde Walter H. mit einem Krankenwagen in die Merziger Forensik gefahren. Zuvor hatten zwei Ärzte den ehemaligen Sexualstraftäter auf Antrag der Stadt Saarbrücken begutachtet. Die Staatsanwaltschaft stuft ihn weiter als gefährlich ein.

Wie das Gericht nach seiner Entscheidung an diesem Freitag mitteilte, liegen dringende Gründe vor, dass der Betroffene an einer psychischen Störung leidet. Die Kammer begründet dies insbesondere mit den Erkenntnissen aus den bereits vorliegenden ärztlichen Sachverständigengutachten in den früheren Verfahren über die Sicherungsverwahrung. Die Unterbringung von Walter H. sei erforderlich, da weder die angeordnete Führungsaufsicht noch die ständige Observierung sicheren Schutz der Allgemeinheit gegenüber der Gefahr weiterer Straftaten bietet. Die Unterbringung in der Merziger Forensik wurde bis zum 01.12.2011 angeordnet.

Walther H. hatte 1969 seine 16-Jährige Freundin umgebracht. Es folgten weitere Verurteilungen wegen schwerer Gewalttaten und einer versuchten Vergewaltigung. Opfer waren meist Frauen. Diverse Gutachten aus den Jahren 1970 bis 2007 bescheinigten H. daraufhin, dass er unter dem Einfluss von Alkohol ein gefährlicher und rückfallgefährdeter Mann sei. Nachdem Walther H. seine Haftstrafe verbüßt hatte, blieb er zunächst in Sicherheitsverwahrung, bis der Europäische Gerichtshof dies als rechtswidrig einstufte und der Mann vor gut einem Jahr freigelassen und seither von der Polizei überwacht werden musste.

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