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Gericht verurteilt Heli-Saboteur

Die Geschichte handelt von Rache, Wut und Zorn: Vor zehn Jahren flog der Verurteile als Rettungssanitäter selbst auf dem Hubschrauber der Luxembourg Air Rescue (LAR) mit. Doch eines Tages warf ihn die Firma mit Schimpf und Schande raus. Grund: Der Mann soll gegen einen Kollegen gehetzt, dessen Auto beschädigt und Schmähbriefe anonym verbreitet haben. Entsprechendes Material fanden Trierer Polizisten später auf dem Laptop des Verurteilten. Der Rauswurf – das war der Anlass zur Rache! Richter Helmut Reusch gestern: "Der Hass gegen LAR muss jahrelang in Ihnen gebrodelt haben!"

Im Jahr 2005 bot sich dann für den Gefeuerten die Gelegenheit zur Rache. Die Luxemburger übernahmen nämlich im Grenzgebiet die Luftrettung. Der ehemalige LAR -Mitarbeiter war inzwischen Chef der Saarburger Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Laut Gericht kam er auf die hinterhältige Idee, mit der DRK-Funkausrüstung die Einsätze der Luxemburger Hubschrauber zu stören. Resultat: fiese Pieptöne, keine Kommunikation mit dem Boden, Gefahr für die Helis und ihre Besatzungen!

Funkspezialisten des Bundes begannen, nach der Ursache der Störungen zu forschen – und landeten einen Volltreffer in der Saarburger Rettungswache. Allerdings konnten die Experten dem Wachen-Chef nur fünf Störmanöver nachweisen. Dem Richter reichte das gestern: "Sie waren das. Daran gibt es keine Zweifel!"

Der Angeklagte dagegen leugnete bis zuletzt, und verstieg sich vor Gericht auch noch zu mysteriösen Drohungen: "Ich werde einige Vorfälle veröffentlichen, die sich damals in Luxemburg ereignet haben. Das dürfte einige interessieren."

Richter Reusch war gestern auf diesem Ohr taub. Er war sich des Urteils sicher: "Sie hatten einen Hass auf die Luxembourg Air Rescue und die Funk-Taste war Ihr Rache-Gerät!"
tvn/Alexander Will
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