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Gericht verurteilt Pizza-Bäcker (39) wegen versuchter Erpressung

Saarbrücken. Wegen versuchter Erpressung hat das Landgericht gestern einen Pizza-Bäcker aus Süditalien zu 21 Monaten Gefängnis mit Bewährung verurteilt. Außerdem muss der wegen Diebstahl und Unterschlagung vorbestrafte 39-Jährige unentgeltlich 150 gemeinnützige Arbeitsstunden erbringen.

Der Angeklagte lebt mit seiner Familie im Saarland. Er hatte vor Gericht gestanden, dass er Mitte Juni 2009 versucht hat, von einem italienischen Geschäftsmann 10 000 Euro zu erpressen. Er hatte den Inhaber einer Baufirma mehrfach anonym angerufen und mit sizilianischem Akzent das Geld verlangt. Anderenfalls werde „eine Bombe in deine Häuser oder dein Auto“ fliegen. Der Kaufmann nahm die Anrufe sehr ernst, fürchtete eine Verbindung zur Mafia und informierte die Polizei. Die Beamten kamen dann sehr schnell dem Angeklagten auf die Spur und warteten. Schließlich rief der 39-Jährige wieder an und sagte dem Opfer, das Geld solle in einem Pizza-Imbiss hinterlegt werden. Dort werde es später an drei unbekannte Hintermänner weitergereicht.

Aber die vermeintlichen Hintermänner gab es offenbar nicht. In dem Pizza-Imbiss, der dem Angeklagten gehörte, gab es nach Erkenntnis der Ermittler nur den 39-Jährigen. Der Sizilianer wurde festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Gestern,mit Verkündung des Urteils, wurde er entlassen. Fazit der Vorsitzenden Richterin: Das Ganze sei wohl aus Geldnot geschehen und eine sehr dilettantische Tat gewesen. Hinweise auf mafiöse Hintergründe gebe es nicht. Deshalb sei die Bewährungsstrafe angemessen. wi
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