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„Gesamtkosten sind schwer abzuschätzen“

Herr Nospers, wie teuer kommt der Tarifabschluss die saarländischen Städte und Gemeinden? Nospers: Das ist zurzeit ganz schwer abzuschätzen. Der Abschluss betrifft ja nur einen bestimmten Personenkreis, der noch nicht einmal in jeder Gemeinde vorhanden ist. Saarwellingen zum Beispiel hat keine Erzieherinnen – weil es keinen kommunalen Kindergarten gibt. Indirekt ist die Gemeinde Saarwellingen dann doch betroffen, weil auch die Erzieherinnen in Kindertagesstätten mit kirchlicher oder freier Trägerschaft mehr Geld bekommen, weil die Tarife angepasst werden.

Kann man die Kosten für das Saarland nicht doch irgendwie eingrenzen? Nospers: Bundesweit rechnen wir mit Kosten von 500 bis 700 Millionen Euro im Jahr. Allein diese Spanne deutet ja darauf hin, wie schwierig die Berechnung im Einzelnen wird. In früheren Fällen konnte man davon ausgehen, dass im Saarland etwa 1,5 Prozent dieser Summe anfallen. Das wären 7,5 bis zehn Millionen Euro. Das ist aber noch spekulativ. Jede Gemeinde wird die Kosten für sich selbst kalkulieren.

Ab 2013 soll es ja einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder unter drei Jahren geben. Wie ist das denn nach dem höheren Tarifabschluss zu finanzieren? Nospers: Der Anspruch ist gesetzlich festgelegt, obwohl wir dabei immer schon ein Problem gesehen haben. Wir wollen eine Quote von 35 Prozent erreichen, geben aber 100 Prozent der Kinder einen Anspruch. Da sind jetzt aber auch die Bundespolitiker gefordert, die eine höhere Entlohnung für Erzieherinnen befürwortet haben. Die sollen dann auch entsprechend mehr Bundesmittel zur Verfügung stellen, schließlich haben sie sich vorher in Dinge eingemischt, die sie nichts angehen.
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