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Gesperrte Straße sorgt für Unmut

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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Warum dann die Sperrung erst im Juni und ohne Rücksprache mit dem Ortsvorsteher oder dem Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss des Stadtrates erfolgte, verstand der Vorsitzende der CDU-Ortsratsfraktion Michael Rinck nicht. Er hat auf Grund dieser Tatsache und heftiger Reaktionen aus der Bevölkerung am 27. Juni den Antrag zur Beratung im Ortsrat gestellt, um detaillierte Informationen durch die Stadtverwaltung zu erhalten. Michael Rinck wies darauf hin, dass mit der Sperrung der Schorrenburgstraße ein Präzedenzfall geschaffen wurde. Die Beschwerden über die Verkehrsbelastung der Anwohner sei nachvollziehbar, jedoch gebe es hierzu keine Grenzwerte. Damit stellt die Entscheidung der Verkehrsbehörde eine Ermessensentscheidung dar. Der Ortsrat befürchtet nun gleichlautende Forderungen der Anlieger weiterer Straßen wie beispielsweise der Eisenbahnstraße. Dies wurde durch den Juristen Professor Rudolf Wendt, Mitglied des Hasseler Ortsrates, bestätigt. Der Unmut über das Verfahren sei berechtigt, zumal man die zuständigen Gremien nicht gehört habe. Nach seiner Meinung gäbe es keine konkrete Messzahl für ein zwingendes Verhalten, es läge im Ermessensspielraum der Behörde.

Dass der Verkehr nicht weniger wird, sondern sich nur verlagert, hat auch in einer Bürgerversammlung der CDU vor drei Wochen zu heftigen Wortgefechten geführt. Die betroffenen Anlieger der Linden- und St. Ingberter Straße beschwerten sich vehement. Auch dieser Aspekt müsse bei der Entscheidung mit berücksichtigt werden. Der Ortsrat forderte die Verwaltung auf Antrag der CDU-Fraktion einstimmig in seiner Sitzung auf, diese Sperrung für den Pkw-Verkehr aufzuheben. Weiterhin fordert der Ortsrat eine Sperrung der Schorrenburgstraße für den Lkw-Verkehr über 3,5 Tonnen. Sollte die Aufhebung durch die Verwaltung nicht möglich sein, solle diese Thematik dem zuständigen Ausschuss vorgelegt werden. Eine reine Wohnstraße sowie das Tempo 30 seien kein Grund, eine Straße zu sperren. Zudem sei die Schorrenburgstraße eine Zubringerstraße zum einzigen Arzt im Ort und zur katholischen Kirche. Ortsvorsteher Markus Derschang hat nun erneut eine Zählung veranlasst. Derzeit steht ein Zählmodul in der Schorrenburgstraße in Höhe der katholischen Kirche. Bis zu der endgültigen Klärung der Angelegenheit sollte die Verwaltung sanktionierte Kontrollen aussetzen, so Ortsvorsteher Markus Derschang. In diesem Zusammenhang wurde die Verwaltung aufgefordert, zu prüfen, ob die Rohrbacher Straße für den Lkw-Verkehr gesperrt werden könnte. red

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