A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

A8

Priorität: Normal

9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Gestatten: Große Hufeisennase! Seltene Fledermaus in Biringen gefunden

Ein paar Zufälle kamen zusammen, damit eine Scheune in Biringen als Quartier von Deutschlands seltenster Fledermausart, der Großen Hufeisennase, entdeckt werden konnte. Fachmann Rolf Klein feierte im August in Biringen mit Freunden, abends wurden Luftmatratzen ausgelegt. Mit dabei Christoph Dickmann, Sohn des früheren Ortsvorstehers Karl Dickmann.

Christoph, so erzählt Rolf Klein, habe vorgeschlagen, ein altes Bett aus einer Scheune der Familie zu holen, dann müssten nicht alle auf Luftmatratzen. Das Bett wurde geholt, aber dann waren die Schrauben für das Bett nicht aufzutreiben. Rolf Klein sucht mit – und findet Fledermauskot. Neugierig geworden geht er der Sache auf den Grund – und entdeckt die Große Hufeisennase.

Zweifelsfrei, sagt er, er habe sie mit einem Fledermausdetektor identifiziert. Das Gerät misst den Schall der Tiere. Das große Werkzeug dieser Art hat ihr nicht nur den Namen gegeben, es sorgt auch für eindeutige Töne von 82 Hertz. Außerdem konnte es auch Freundin Katharina Backes bestätigen. Sie hat gerade ihre Masterarbeit geschrieben – über die Große Hufeisennase.

„Die Fledermausexpertin des Naturschutzbundes Nabu, Christine Harbusch, war schon hier und hat es uns bestätigt.“ Die Große Hufeisennase gibt es an einem Standort in Bayern und auf dem Saar-Niedgau. Klein: „In Rehlingen-Siersburg ist sie nachgewiesen, und in Flastroff hinter der Grenze auch.“

Sie ist in bester Gesellschaft. Klein: „Der Saar-Niedgau ist die an Fledermausarten reichste Region zumindest im Saarland.“ Denn der Gau sei genau die Art von Kulturlandschaft, die Fledermäuse, genauso wie Vögel, bräuchten. Dazu gehört auch die Scheune in Biringen. Denn die Große Hufeisennase hat Ansprüche. Sie braucht Platz. Sie braucht Speicher und Keller, und die Scheune von ungefähr 1850 hat einen Gewölbekeller. Ob sie dort nur gelegentlich wohnt oder ob die Scheune eine „Wochenstube“ der Fledermaus ist, in der sie ihre Jungen zur Welt bringt, haben die Naturschützer noch nicht herausgefunden. Und zum Überwintern könnte sie den nahen Tunnel der Eisenbahnstrecke von Merzig nach Metz aufsuchen. Den haben andere Fledermausarten längst entdeckt.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein