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Gesundheitsminister Weisweiler: Alle Saarländischen Kliniken sollen erhalten bleiben


  Im Saarland können bis 2015 alle Krankenhäuser erhalten bleiben. Sie müssen allerdings verstärkt dem Klinikum Saarbrücken und der Homburger Uniklinik zuarbeiten. Das sieht die Planung von Gesundheitsminister Georg Weisweiler vor.

Saarbrücken. Der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) will dafür sorgen, dass in den kommenden Jahren keine der 25 Kliniken im Land schließen muss. Grundlage dafür ist ein „abgestuftes Versorgungskonzept“ zwischen den Krankenhäusern, das Weisweiler gestern vorstellte.

Krankenhausplan vorgestellt
Es bildet den Kern des neuen saarländischen Krankenhaus-Plans für die Jahre 2011 bis 2015. Das Konzept zielt darauf ab, dass im Saarland zwei Krankenhäuser mit einem möglichst breiten Angebot (Maximalversorgung) erhalten bleiben. Das ist zum einen das Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg, zum anderen das Homburger Universitätsklinikum. Diesen beiden Zentren sollen die anderen Krankenhäuser zuarbeiten, auch Kooperationen sind möglich.

Die kleineren Klinken könnten bestimmte Fachabteilungen beibehalten, mit denen sie sich einen guten Ruf erarbeitet hätten, sagte der Minister. Damit Patienten vor Ort gut versorgt werden können, sollten ganz kleine Krankenhäuser zu Diagnostik- Zentren werden. Nach Weisweilers Angaben laufen bereits erste Gespräche zur Vorbereitung einer abgestuften Versorgung zwischen der Waldbreitbacher Marienhaus GmbH und der Uniklinik Homburg.

Sechs Prozent der Klinikbetten sollen abgebaut werden
Auch bei den kommunalen Trägern hätten Verhandlungen über die Schaffung von Verbundlösungen begonnen. Die Stadt Saarbrücken, der das Klinikum auf dem Winterberg gehört, sei zu solchen Verhandlungen bereit, betonte gestern Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD). Trotz der Kooperationen geht Weisweiler davon aus, dass zwischen 2011 und 2015 bis zu sechs Prozent der rund 6500 saarländischen Klinikbetten abgebaut werden müssen. Dem widersprach der Vorsitzende der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG), Hans- Joachim Backes. Die älter werdende Bevölkerung benötige nicht weniger Betten, sondern mehr. Die Zahl der Patienten steige, so Backes.
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