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Gewalt: Saarbahn-Mitarbeiter proben den Ernstfall

Saarbrücken. Die Saarbahn-Haltestelle Römerkastell am Freitagmorgen. Knapp 30 Leute warten auf die Bahn nach Riegelsberg. Plötzlich wird es laut. „Ey, du hast mich voll angerempelt“, schreit ein junger Mann. Der vermeintliche Rempler reagiert verschreckt, guckt eingeschüchtert und nuschelt eine Entschuldigung – er ist ein Opfer, das registriert der Aggressor schnell. Ehe man sich versieht, wird er handgreiflich. Was tun?



Bewusstsein für mehr Hilfsbereitschaft und Solidarität

„Nicht wegsehen“, sagt Norbert Castor vom Saarbrücker Landeskriminalamt (LKA), „sondern Zivilcourage zeigen“. Glücklicherweise ist eingangs beschriebene Situation nur gespielt. Sieben Beamte der MKI (Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit) der Bundespolizeiinspektion in Bexbach stellten sich als Schauspieler zur Verfügung – engagiert vom LKA, das gemeinsam mit der Saarbahn zur Auftaktveranstaltung der „Aktion-tu-was“ geladen hatte. Mit dieser vom LKA ins Leben gerufenen Aktion soll im öffentlichen Nahverkehr das Bewusstsein für mehr Hilfsbereitschaft und Solidarität gestärkt werden. Zum einen bei den Fahrgästen, zum anderen aber auch bei den 20 Bus- und Bahnbegleitern, die im Saarbahn-Streckennetz eingesetzt werden. Das ist die Auftaktveranstaltung für eine landesweite Aktion,erzählt Saarbahn-Pressesprecherin Sarah Schmitt. Sie betont jedoch, dass es keinen aktuellen Anlass gebe: „Solche Vorfälle wie in der Münchner oder Berliner U-Bahn hatten wir hier zum Glück noch nicht. Und ich hoffe, dass das so bleibt.“ „Ich selbst bin mit so einer Situation wie eben noch nicht konfrontiert worden“, berichtet Busbegleiter Frank Hubertus.

In einer weiteren Spielszene der Bundespolizei-Beamten war eine Frau von ihrem Freund angegriffen und massiv bedroht worden. Auf Anweisung von Gustav Haaben, der die Aktion des Landeskriminalamtes koordiniert, war Hubertus eingeschritten und hatte die junge Frau geschützt. „Ich denke, dass ich jetzt besser gerüstet bin, falls ich mal in eine Lage gerate, in der ich eingreifen muss.“ Für ihn wie alle anderen Helfer gilt: Sich selbst nicht in Gefahr bringen und andere Beobachter zur Mithilfe auffordern. Darüber hinaus sollte man den Täter genau beobachten, über Notruf (110) die Polizei verständigen und das Opfer versorgen.
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