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Gewerbeansiedlung im Käsbösch ist endgültig vom Tisch

Auf dieser Fläche im Almet wollte die Stadt Gewerbe ansiedeln. Doch jetzt rückt sie von diesem Plan ab. Im Hintergrund ist ein Teil des Industriegebiets Süd zu sehen. SZ-Archivfoto: Becker&Bredel</p>

Auf dieser Fläche im Almet wollte die Stadt Gewerbe ansiedeln. Doch jetzt rückt sie von diesem Plan ab. Im Hintergrund ist ein Teil des Industriegebiets Süd zu sehen. SZ-Archivfoto: Becker&Bredel

Das Käsbösch, ein Teil des Naherholungsgebiets Almet, wird nicht zum Gewerbegebiet umgewandelt. Dieser Plan ist seit gestern endgültig vom Tisch. Die SPD-Stadtratsfraktion teilte mit, von ihr werde es keine Initiativen im Stadtrat mehr für die Umsetzung dieses Projekts geben. Fraktionschef Peter Bauer hatte sich in den vergangenen Monaten sehr für die Gewerbeansiedlung im Käsbösch stark gemacht, Oberbürgermeisterin Charlotte Britz ( SPD ) sich aber am vergangenen Donnerstag bereits von dem Projekt verabschiedet. Während einer Bürgerversammlung erklärte sie, Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis (die SZ berichtete). Das habe ein Gutachten ergeben. Die Verwaltungschefin wies auch darauf hin, dass sie der Bürgerprotest beeindruckt habe. 10 600 Personen hatten eine Petition im Internet zum Erhalt des Naherholungsgebiets unterschrieben.

In der rot-rot-grünen Stadtratskoalition hatten sich vor allem die Grünen gegen Gewerbe im Käsbösch ausgesprochen. Das Naherholungsgebiet sollte aus ihrer Sicht unbedingt erhalten werden. Fraktionschef Timo Lehberger sagte gestern, viele Bürger hätten deutlich gemacht, dass sie gegen eine Gewerbeansiedlung im Almet sind. „Wir sollten die Finger davon lassen“, sagte Lehberger. Die Linke-Fraktion erklärte ebenfalls, dass das Votum der Anwohner in der Diskussion sehr wichtig sei. Es müsse abgewogen werden zwischen zwei Aspekten: den Erholungsräumen in der Stadt und neuen Arbeitsplätzen. Nun seien Fakten auf dem Tisch, die gegen Gewerbe im Käsbösch sprechen. Die Verwaltung hatte während der Bürgerversammlung zum Beispiel darauf hingewiesen, dass ein teurer Kreisel gebaut werden müsste. Auch beim Lärmschutz hätte es Probleme gegeben. Am Ende ihrer Pressemitteilung erklärte gestern die SPD-Fraktion : „Die Bereitstellung zusätzlicher Gewerbeflächen bleibt eine zentrale Aufgabe, an der dringend weitergearbeitet werden muss.“ Lehberger ist hier aber dafür, stärker auf die Dienstleistungsbranche als auf Industrie zu setzen.

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