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Gewerkschaft kritisiert Grundschul-Pläne im Saarland

Saarbrücken. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule Saarland (GGG) haben die Bildungspolitik der Jamaika-Koalition in ungewöhnlich scharfer Form kritisiert. In einer Erklärung des für Schulen zuständigen geschäftsführenden GEW-Vorstandsmitglieds Ilka Hoffmann und des GGG-Vorsitzenden Günther Clemens heißt es, hinter dem geplanten fünften Grundschuljahr verberge sich "ein elender Kompromiss, der niemandem nützt außer den nickenden Köpfen der Koalitionäre".

Der "unsinnigen Aufteilung der Kinder im zehnten Lebensjahr" unter der alten CDU-Regierung folge unter der Jamaika-Koalition "die ebenso unsinnige Aufteilung der Kinder mit elf Lebensjahren". "Ein Jahr" mache "keinen Unterschied". Und zwar insbesondere auch deshalb nicht, weil es keine Aussage der Regierung gebe, "dass sich die Lernkultur in den Schulen ändern würde". Dabei werde verkannt, "dass gemeinsames Lernen mehr ist als das Sitzen im gleichen Klassenraum". Dies gelte auch für Grundschulen. Es gebe, was die "Lernkultur" anbelangt, "gute und schlechte Grundschulen" im Saarland, so Hoffmann. Ein Jahr mehr in einer "schlechten Grundschule" bringe den Kindern gar nichts. Vor allem der Gesamtschule werde wegen der Regierungspläne ein für die Bildung "solidarischer Lerngemeinschaften" unverzichtbares, weil noch vor der Pubertät einsetzendes Schuljahr fehlen.

Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Grundschule sei grundsätzlich auch so einlösbar, dass alle Kinder nach vier Jahren mit guten Erfolgsaussichten auf eine weiterführende Schule wechseln können, betonen GEW und GGG. Voraussetzung dafür seien stabile Gruppen mit 15 Kindern und weiteren Fachkräften neben dem Klassenlehrer sowie das Lernen in Ganztagsschulen. Daher fordere man die Festlegung von "Mindestbedingungen gemeinsamen Lernens" bei Gruppengröße, Räumen und Zeiten. Zudem müsse man den in Skandinavien üblichen personellen Standard mit Sozialpädagogen, Schulpsychologen und weiteren Spezialisten nun auch im Saarland erreichen.

Natürlich koste all dies Geld. Zu erinnern sei aber daran, dass dieses Geld für Banken und Kriegseinsätze in Milliardenhöhe zur Verfügung stehe.
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