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Gibt es in Homburg bald kein Stadtfest mehr?

Nicht nur mit der überraschenden Information, dass die Festa Italiana auf den Marktplatz umziehen werde, thematisierte Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind beim Heringsessen der Stadt am Aschermittwoch das Leben auf den Plätzen in der Stadt. So kündigte er an, sich auch eingehend um andere Großveranstaltungen in der Stadt kümmern zu wollen. Etwas verklausuliert sprach er von einem „Fest, das im Herbst stattfindet, auf das wir sicher verzichten können.“ Gemeint hatte Schneidewind damit natürlich das Homburger Stadtfest. Eben das hatte sich in den zurückliegenden Jahren nicht gerade als echter Publikumsmagnet erwiesen. Allerdings, so Schneidewind am Aschermittwoch-Abend, wolle er hier einer Entscheidung des Stadtrates nicht vorgreifen.

Gestern nun präzisierte der Oberbürgermeister auf Nachfrage unserer Zeitung den Prozess, mit dem gegenwärtig die Fest-Kultur auf den Prüfstand gestellt werde. So habe die Stadt eine Arbeitsgruppe gebildet, die die entsprechenden Großveranstaltungen analysiere. Diese Arbeitsgruppe bestehe aus hochrangigen Mitarbeitern der Stadt und, bei Bedarf, aus externen Fachleuten aus dem Bereich Gastronomie und Gewerbeverein. Zum Prüfauftrag gehörten dabei nicht nur die städtischen Feste, sondern auch im Kontext die von privaten Veranstaltern. Schneidewind: „Wir werden uns da über die Struktur von solchen Veranstaltungen in der Stadt Gedanken machen.“ Am Ende dieser Überprüfung könne dabei durchaus als Ergebnis stehen, dass das eher schwach besuchte Stadtfest aufgegeben werde. Diese mögliche Entscheidung solle, so Homburgs Oberbürgermeister, aber nicht die Kirmes betreffen. Schneidewind: „Hier könnte man sich durchaus überlegen, diese Veranstaltung aufzuwerten und auch für Familien interessanter zu machen.“ Dazu müssten aber natürlich entsprechende Gespräche mit den Schaustellern geführt werden.

Sollte das Stadtfest im Herbst wirklich fallen, dann soll damit zu einem Teil auch der städtische Haushalt entlastet werden. Aber, so Schneidewind: Eingesparte Mittel könnten zu einem gewissen Teil dazu benutzt werden, das Maifest als zweite städtische Großveranstaltung aufzuwerten.

Doch wie wäre es, wenn man, dem Spargedanken folgend, ganz auf städtische Feste verzichten würde? Immerhin hat Homburg mit der Festa Italiana , dem Bockbierfest oder auch der Wies'n drei publikumsträchtige Attraktionen in der Stadt – Feste, mit denen weder Maifest noch Stadtfest in Sachen Besucherandrang mithalten können. Dieser Idee erteilte Schneidewind gestern im Gespräch mit unserer Zeitung erst einmal eine Absage. So sei das Maifest durchaus gut besucht, gerade am verkaufsoffenen Sonntag zöge diese Kombination viele Menschen in die Stadt. Zudem, so der Oberbürgermeister, böten städtische Veranstaltungen gerade auch Vereinen aus Homburg als Festbeschicker die Möglichkeit, wichtige Einnahmen für die Vereinsarbeit zu erwirtschaften. Und: Städtische Feste seien auch buchstäblich eine nötige und nachgefragte Bühne für kulturtreibende Vereine.

So gelte es nun, offen über die Zukunft der städtischen Veranstaltungen wie dem Stadtfest im Herbst zu diskutieren und dann eine entsprechende Entscheidung zu treffen. Die solle dann abschließend in den städtischen Gremien fallen.  
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