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Gift! Saar-Fische weiter nicht genießbar

Saarbrücken. Das Saar-Umweltministerium wartet jetzt dringend darauf, dass es Frühling wird. „Die Wassertemperaturen der Saar und ihrer Nebenflüsse liegen derzeit noch bei etwa fünf bis acht Grad. Ab zwölf Grad können wir mit dem Messprogramm beginnen“, sagte gestern die Sprecherin des Umweltministeriums, Sabine Schorr, auf Anfrage. Bei steigenden Wassertemperaturen würden die Fische aus ihren Schlupflöchern in den tieferen Gewässerregionen herauskommen, so dass die Angler vom Saar-Fischereiverband, vom Landesumweltamt (LfU) und vom Ministerium gute Chancen hätten, genügend Fische zur Beprobung auf die giftigen polychlorierten Biphenyle (PCB) an die Haken zu bekommen.



Seit Monaten existiert eine Verzehrwarnung des Umweltministeriums für die fetten Fische wie Aale, Welse, Karpfen und Brassen, da sich in deren Gewebe das PCB am stäksten anreichert. Erste Tests hatten PCB-Anteile über dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert nachgewiesen. Teile des Saar-Fischerschaft hatten  auf Anfrage erklärt, dass sie trotz der Verzehrwarnung weiter an ihren Essgewohnheiten festhalten würden.

Jetzt sollen an den Saar-Staustufen Güdingen, Saarbrücken, Lisdorf, Rehlingen und Mettlach, sowie an der Blies in Bexbach und Reinheim, Barsche, Rotaugen, Döbel, Brassen und Bachforellen herausgefischt werden, wie Schorr erklärte. Von zehn filettierten Fischen gleicher Art werde eine „Mischprobe“ ans Fraunhofer-Institut nach München geschickt, da das LfU nicht über die notwendige Labortechnik verfüge. Zu den Ursachen der PCB-Vergiftungen gebe es keine Erkentnisse, sagte Schorr. Ob mit PCB belastetes Grubenwasser, das aus stillgelegten Bergwerken abgepumpt wird, die Fische belaste, sei weiter unklar. dik
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