A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

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Gitter gegen Rüpel-Radler: Saarbrücker Hausgemeinschaft schützt Eingang

Nach herrschender Meinung gehört die Passage zwischen dem Hotel Mercure/Hafenstraße und der oberen Berliner Promenade zum öffentlichen Verkehrsraum. Je nach Windstärke zieht es dort heftig, aber man kommt über die Waschbetonplatten flink und trocken aus Richtung Luisenbrücke zur Congresshalle/Europagalerie und umgekehrt. Was die meisten nicht wissen: Der Durchgang liegt auf Privatgelände (Hafenstraße 6), Fußgänger und Radler werden hier nur geduldet.

Seit einigen Tagen ist das Durchqueren auch nicht mehr so einfach wie früher. Die Hausgemeinschaft hat eine Barriere aus Edelstahl anbringen lassen, damit Radfahrer bremsen und absteigen. Heidi Kuessner und Petra Tennig, zwei von 31 Parteien, die in den oberen Etagen (über den Hoteletagen) Wohneigentum besitzen, begründen die Investition damit, dass Bewohner durch rücksichtslose Zweiradfahrer gefährdet seien.

Mehrfach seien Personen sogar gestreift und angefahren worden, vor allem beim Verlassen des Hauses durch die Tür, die in die Passage führt. Bitten um Rücksichtnahme seien ergebnislos verflogen oder gar mit Beschimpfungen quittiert worden.

So habe man, in Absprache mit der Stadtverwaltung das Gitter zum Schutz des Eingangs und der Bewohner angebracht. Nach 14 Tagen zeigt sich, dass viele Radler die Passage nicht mehr benutzen. Da der Steg zur Congresshalle befahrbar ist, steht ihnen eine Alternative offen, die kein Absteigen verlangt.

Andere wiederum haben den Ehrgeiz, das Gitter ohne abzusteigen wie einen Slalom zu meistern. Die Abstände zwischen den Elementen sind so bemessen, dass Rollstühle und Kinderwagen leicht durchkommen; deshalb schaffen es auch Fahrräder. Insgesamt hat sich die Situation aus Sicht der Initiatoren gebessert.

Heidi Kuessner und Petra Tennig streiten mit ihrer Bürgerinitiative „ Saarbrücken City“ seit Längerem für mehr Ordnung und Rücksichtnahme im Verkehr. Ihrer Überzeugung nach gehen die Ordnungsbehörden aus falsch verstandener „Liberalität“ nicht scharf genug gegen Rüpel-Radler in Fußgängerzonen und auf Gehwegen vor. Man lasse ihnen zu viel durchgehen.

Weil die meisten Schilder nicht achtsam aufgestellt seien, wüssten Radfahrer oft gar nicht, wo sie verkehren dürfen und wo nicht. Da es Ziel der Politik sei, den Anteil des Rades am Gesamtverkehr in der Landeshauptstadt deutlich zu erhöhen, sei es wichtig, mit Verkehrserziehung ein gutes Miteinander der Verkehre anzustreben, so die Bürgerinitiative.
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