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Globus setzt jetzt auf Warenwelten

Güdingen. Wenn man Kunden von Warenhäusern im Vorübergehen fragt, welcher Artikel wo platziert werden soll, dann hätten sie am liebsten alles am Eingang. Was aber nicht geht, und das sehen sie auch ein. Fragt man sie allerdings intensiv und mit Geduld, dann machen sie Vorschläge, die den Unternehmen mehr als ein Hinhören wert sind.
 
So hat es das Globus-Warenhaus Güdingen gemacht, das sich bei seinem derzeit laufenden Umbau (dem ersten großen seit 1991) sogar wissenschaftlicher Hilfe bedient. Mitarbeiter des Institutes für Konsum- und Verhaltensforschung der Universität in Saarbrücken erfuhren während intensiver Befragungen, wie sich die Kunden ein Warenhaus vorstellen. Ziel ist „Orientierungsfreundlichkeit“: Die Leute sollen schnell, fast schon wie von selbst alles finden, was sie suchen – und auch ein wenig mehr.

Im Globus Güdingen finden die Kunden unter anderem Backwelt, Putzwelt, Biowelt oder Babywelt – hier steht der Brei bei den Windeln. Früher waren die Windeln bei den Hygieneartikeln. Die Bücher sind zu den Zeitschriften und Schreibwaren gewandert, alles am Anfang des Warenhauses. Bis September soll die neue Sortierung fertig sein. In der Übergangsphase, in der auch neue Kühltheken eingebaut und – auf Kosten von Artikeln wie CDs und Autozubehör – Gänge verbreitert werden, leiden die Kunden ein wenig unter Orientierungsschwierigkeiten. „Umbauphasen mögen sie nämlich gar nicht“, weiß Geschäftsleiter Norbert Scheller, ein erfahrener Handelsexperte, und hat extra zehn „Erklärer“ mit auffälligen T-Shirts eingestellt, die den Kunden die Fragen von den Lippen ablesen.

Scheller ist sicher, dass die neue Gestaltung ein Erfolg wird. Die Zufriedenheit der Leute wird noch von der Uni zu erfragen sein, die bereits fertigen Warenwelten glänzen nach Worten des Chefs mit zweistelligen Zuwachsraten beim Umsatz. „Wir machen unser Haus zukunftsfähig, das heißt auch: 500 Arbeitsplätze“, erklärt Scheller. Das Projekt wird im Globus-Konzern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und könnte Vorbild für die anderen Häuser werden.

Der insgesamt zwölf Millionen Euro teure Umbau hatte auf dem Gelände begonnen. Durch den Zukauf eines Grundstücks wurde zwar die Zahl der Parkplätze kaum erhöht, Globus hat aber die wachsende durchschnittliche Breite der Fahrzeuge zum Anlass genommen, die neuen Stellflächen auf 2,57 Meter Breite zu vergrößern. Wie Scheller betont, seien für möglichst viele Arbeiten saarländische Firmen beschäftigt worden. 
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