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Globus setzt weiter auf Russland

Trotz des Handelsembargos und des hohen Wechselkursverfalls setzt Globus weiter auf den russischen Markt. „Wir wollen dort weiter wachsen“, sagt Globus-Chef Thomas Bruch. Im vergangenen Geschäftsjahr sind zwei neue Märkte an den Start gegangen, und in wenigen Wochen steht die nächste Eröffnung im nördlich von Moskau gelegenen Puschkino an. Ziel sei letztlich ein neuer Markt pro Jahr. Russland und Tschechien stehen mit 25 Märkten und 2,1 Milliarden Euro Umsatz für fast ein Drittel des Gruppenumsatzes. Das Handelsembargo Russlands für europäische Waren dagegen mache sich in den russischen Märkten kaum bemerkbar. Dort lägen nun vor allem regionale Produkte in den Regalen, sagt Bruch. „Für ein so großes Land ist es auch viel sinnvoller, dass es sich mit eigenen Lebensmitteln versorgt.“

Die Rubelkrise dagegen gehe nicht spurlos an dem St. Wendeler Konzern vorbei. Denn während die russischen Märkte in der Landeswährung beim Umsatz um 33,8 Prozent zulegten, blieb auf Euro-Basis wegen der stark eingebrochenen russischen Währung ein Umsatzminus von 20 Prozent. Dieses sorgte dann auch dafür, dass der Gruppenumsatz nur noch um 1,5 Prozent zulegte und nicht mehr über drei Prozent wie in den Vorjahren. Insgesamt erzielte die Gruppe mit 169 Standorten einen Umsatz von 6,98 Milliarden und einen operativen Gewinn von 224,1 Millionen Euro .

140 Millionen Euro hat Globus im vergangenen Jahr in Neu- und Umbauten in Russland investiert. Doch auch in Deutschland investiert der Konzern kräftig. 32,1 Millionen Euro hat Globus in seine Baumärkte gesteckt – einerseits für Neubauten, andererseits für die Integration ehemaliger Max-Bahr-Standorte. 40 Millionen Euro wiederum flossen in einen Neubau in Koblenz-Bubenheim – den nach Aussage des Konzerns modernsten Markt der Gruppe mit neuen Regalkonzepten, einem 25 Prozent geringeren Energieverbrauch und neuer Markt-Architektur. Dort seien auch Innovationen wie Scan-and-Go-Kassen umgesetzt, die auch in anderen Märkten Einzug halten sollen.

Innovationen seien heute lebensnotwendig, um in der Branche bestehen zu können, sagt Johannes Scupin, bei Globus für die SB-Warenhäuser zuständig. Viele der Neuerungen kämen dabei durch Anregungen der Mitarbeiter zustande. „Globus ist nicht hierarchisch organisiert, sondern die Märkte haben viele Freiheiten“, sagt Scupin. Dadurch würden neue Ideen entstehen, wie beispielsweise eine Salatbar, die erst in Rostock und mittlerweile in 30 Märkten eingeführt wurde.

Noch nicht ausreichend zufrieden ist Scupin mit dem Pilotmarkt Fridel in Saarbrücken . Die Kombination aus gehobenem Nah-Versorgungsmarkt und Restaurant werde zwar gut angenommen, müsse aber noch weiterentwickelt werden. Fridel sei quasi eine Art Forschungsabteilung des Konzerns, sagt Bruch. Das Konzept sei noch in der Entwicklung. Wann es marktreif ist, sei noch offen.  
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