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Gondwana: Abschlussbericht verabschiedet

Saarbrücken. Der Bund der Steuerzahler Saarland hat sich erneut mit dem Gondwana-Park-Projekt beschäftigt. In der jüngsten Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Der Steuerzahler“ kritisiert der Verband unter dem Titel „Gondwahnsinn geht weiter“ die Folge-Investitionen des Landes in den Ausbau der Urzeit-Schau. Bekanntlich finanziert die Landesregierung den Bau einer zweiten Halle (Gondwana II) mit 7,7 Millionen-Euro. Hier werde gutes Steuer-Geld schlechtem hinterher geworfen, heißt es in dem Artikel. Ein „zum Sterben verurteiltes Projekt“ werde „künstlich am Leben gehalten“. Der Bund der Steuerzahler Saarland zweifelt demnach generell an der Wirtschaftlichkeit des Parks. Mit Bezug auf die Jahresabschlüsse der Gondwana Prähistorium Bau und Betriebs GmbH ist im Text von einer vermeintlichen „Insolvenzproblematik“ die Rede. Das Land könne es sich nicht leisten, ein Projekt, dessen Erfolg sich als „immer unwahrscheinlicher“ darstelle, weiter zu fördern.



Derweil beendete gestern der Reden-Untersuchungs-Ausschuss mit einer letzten Sitzung seine 15-monatige Tätigkeit. Die Fraktionen verabschiedeten die finale Fassung des Abschlussberichtes, der noch in dieser Woche allen Landtags-Abgeordneten zugänglich gemacht wird. Wie von der SZ bereits berichtet, stellt der Bericht zwar unstrittige Tatsachen dar, formuliert dazu aber je zwei konträre Bewertungen: die von „Jamaika“ und die der Opposition.  CDU, Grüne und FDP-Fraktion kommen insgesamt zur Ansicht, dass durch die Ausschuss-Ermittlungen die Kritik des Rechnungshofes „ausgeräumt werden konnte“. Rechtsverstöße seien nicht nachgewiesen worden. Das „Minderheitenvotum“ von SPD und Linken lautet zusammengefasst: Der ehemaligen CDU-Landesregierung sei Missmanagement bei der Förderung des Gondwana-Parks und Steuerverschwendung in Höhe von 20 Millionen Euro anzulasten. Außerdem heißt es von Oppositionsseite, das Vertrauen in die Projektmanagement-Gesellschaft IKS sei schwer beschädigt: „Es ist daher an der Zeit, die Aufgaben vor Ort in andere Hände zu legen.“ Am 15. Juni soll der Abschlussbericht dem Landtagsplenum vorgestellt werden. ce

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