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Gondwana: Heiko Maas bald als Zeuge vor Gericht?

Das Praehistorium in Landsweiler-Reden.

Das Praehistorium in Landsweiler-Reden.

63 Seiten stark ist die Erwiderung von Rechtsanwalt Hans-Georg Warken auf die Pachtzahlungs-Klage des Landes gegen seinen Mandanten Matthias Michael Kuhl. Eingereicht beim Landgericht wird sie laut Warken nächste Woche: „Zugleich werde ich Widerklage erheben.“ Sprich, Gegenforderungen aufstellen. In welcher Höhe, sagt Warken nicht. Im August war die Rede von 4,4 Millionen Euro. Der Hauptbatzen entfällt auf Mehrkosten, die durch die Erweiterung („Gondwana II“) entstanden sind, und auf denen der Immobilieneigner Land, so Warkens Argumentation, seinen Mandanten sitzen lässt. Von Entspannung also keine Spur: Alles deutet auf eine mehrjährige gerichtliche Auseinandersetzung hin. Warken kündigt ein „Füllhorn von Zeugen“ an.

Er werde auch den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden der Industriekultur Saar (IKS) Heiko Maas (SPD) – heute Bundesjustizminister – in den Zeugenstand rufen, sagt er der SZ. 650 000 Euro Pacht-Schulden des Gondwana-Park-Chefs Kuhl sind nach Angaben des Saar- Wirtschaftsministeriums bis dato aufgelaufen. Gezahlt habe Kuhl davon bisher nur 10 000 Euro, obwohl man sich im Mai auf ein Stundungsmodell geeinigt habe. Laut Kuhls Anwalt Hans-Georg Warken war die Zahlung eine Goodwill-Geste, um das Land zu Einigungsgesprächen zu bewegen. Doch Staatssekretär Jürgen Barke (SPD) ist dazu nicht bereit: „Die Klage wird nicht zurückgenommen“, sagt er. „Wir wahren die Interessen der Bürger.

Es darf kein Schaden für den Steuerzahler entstehen. Das hat mit Mobbing nichts zu tun.“ Barke reagiert damit auf wiederholte Medien- Auftritte Kuhls. Der stellt sich nach Barkes Ansicht fälschlicherweise als Opfer dar. Bekanntermaßen beklagt Kuhl nicht eingehaltene Zusagen und kritisiert, man verhindere, dass sich Reden in einen „außerschulischen Lernort“ verwandele. Dazu Barke: „Es war nicht die Grundidee, dass er in Reden ein Museum einrichtet und Kultursubventionen dafür bekommt. Bei Gondwana handelt sich um eine Freizeiteinrichtung.“ Es könne nicht das Ziel für einen außerschulischen Lernort sein, „dass das Land die Eintrittskarten der Schüler für Gondwana bezahlt.“ Derweil arbeitet Kuhl unverdrossen am Ausbau pädagogischer Angebote, holt 2015 die Jahrestagung der Deutschen Paläantologischen Gesellschaft nach Reden. Von Aufhören ist bei Kuhl keine Rede mehr.
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