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Gondwana-Investor zieht Berufungsklage zurück – Einigungsverhandlungen laufen

Im Gondwana-Park in Landsweiler-Reden gibt es Riesenechsen wie den Tyrannosaurus Rex zu sehen. Foto: Becker&bredel

Im Gondwana-Park in Landsweiler-Reden gibt es Riesenechsen wie den Tyrannosaurus Rex zu sehen. Foto: Becker&bredel

Eigentlich wollten beide dasselbe, das Land und der Investor: Dass der Laden rund läuft auf dem „Problemstandort“ Reden, einer ehemaligen Grube. Doch seit rund zwei Jahren läuft ein zäher Rechtsstreit zwischen der Betreibergesellschaft des Urzeit- und Dinoparks Gondwana und dem Land: Es geht um Pacht-rückstände von etwa 1,2 Millionen Euro und um angeblich sittenwidrige Verträge, aus denen Investor Matthias Michael Kuhl wiederum Ansprüche an das Land (3,9 Millionen Euro ) ableitete. Zum Schluss lief eine Berufungsklage. Doch die wurde jetzt zurückgezogen. Dies bestätigte die Pressesprecherin von Gondwana Invest der SZ auf Nachfrage. „Wir sehen keine Erfolgsaussichten“, sagte sie. Die Parteien befänden sich zudem in „Vergleichsverhandlungen“, um eine Fortführung des Betriebes sicherzustellen.

 

Offensichtlich akzeptiert Kuhl das Urteil des Saarbrücker Landgerichtes von April dieses Jahres: Er und sein Geschäftspartner Klaus-Peter Hillebrandt schulden dem Land über 1,2 Millionen Euro Pachtrückstände. Dieses Urteil ist nach Kuhls Verzicht auf die Berufung nun rechtskräftig. Der Rechtsstreit freilich ist noch nicht zu Ende. Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke ( SPD ) erklärte gegenüber der SZ, dass das Land seine Klage gegen Kuhl und Hillebrandt während der Verhandlungen weiterlaufen lasse: Beide Gesellschafter der Gondwana Invest wurden in persönliche Haftung genommen. Zeitgleich zu dieser Eskalation liefen jedoch Rettungsgespräche; auch stimmte Gondwana Invest einer Wirtschaftlichkeitsprüfung zu.

 

Die Zurücknahme der Berufungsklage zeigt laut Barke, dass die Gegenseite die Ansprüche des Landes nicht für unangemessen halte und die Rechtmäßigkeit der angezweifelten Verträge nun anerkannt werde. Barke: „Es ist ein großer Schritt vorwärts. Auch Gondwana Invest hat offensichtlich ein hohes Interesse an einer konstruktiven Zukunftslösung.“

 

Wie diese aussehen könnte, dazu wollen sich weder Barke noch Gondwana Invest äußern. Nach SZ-Recherchen geht es um eine Verringerung der aktuellen Pachtverpflichtung – rund 300 000 Euro jährlich – durch einen Teilrückkauf der Erweiterungshalle „Gondwana II“. Die hatte das Land 2013 vorfinanziert und Kuhl zurückgemietet. Es besteht eine Betriebspflicht von 25 Jahren; eine Schließung käme Gondwana Invest also teuer.
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