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„Gondwana – das Praehistorium“ in Reden erzählt die Geschichte unserer Erde und vom Entstehen des Lebens

Auch vor unserer Haustür kann man eine Fernreise machen. Besser eine Zeitreise. An einem Tag hin und zurück. Weit in die Vergangenheit. Millionen, ja Milliarden Jahre zurück. Ab nach Reden auf das ehemalige Grubengelände und Eintauchen in die Geschichte unserer Erde und der Entstehung des Lebens.

Diese Geschichte will uns „Gondwana – das Praehistorium“ erzählen – vom Urknall bis zum Aussterben der Dinosaurier. Deshalb sei Gondwana eben mehr als ein Dino-Park, betont immer wieder Matthias Michael Kuhl, der Mann hinter Gondwana. Nämlich ein Evolutionspark: „Es ist die detailgenaue und lebensechte Schaffung von unterschiedlichsten Lebensformen und Ökosystemen der Vorzeit. Nirgendwo sonst können Sie durch vor Millionen von Jahren existierende Landschaften wandern und das Leben dieser längst vergangenen Epochen nacherleben.“

Gondwana ist eigentlich der wissenschaftliche Name eines Superkontinents, der vor 150 Millionen Jahren auseinanderbrach. Im Gondwana-Park (eröffnet 2008) erwartet den Besucher zunächst ein Einführungsfilm zur Entstehung des Lebens. Ein Rundgang führt ihn dann durch die Epochen der Evolution – immer mit Info-Text und Schauraum.

Am Ende trifft man Tyrannosaurus Rex. Der Raubsaurier war auf Beutezug. Sein Opfer liegt danieder: ein Triceratops. Die Animation der Echsen haben japanische Spezialisten entwickelt. Den Rundgangs schließt ein 3D-Erlebnis im Kinosaal ab: Wie die Dinosaurier ausstarben.

Zielgruppen für das Prähistorium sind neben Schulklassen vor allem auch Familien. Und bei den Kindern finden lebende Tiere, die inzwischen in Gondwana eingezogen sind, besonderes Interesse: Vogelspinnen, Würge-Schlangen, Riesen-Tausendfüßler (die 15 Zentimeter langen Tierchen darf man auch mal in die Hand nehmen) oder Fauchschaben.

Rund um die Urzeitschau gibt es ganzjährig ein Rahmenprogramm. „Jetzt in den Sommerferien bieten wir drei Urzeitforschertage für Kinder an“, nennt Paläontologe Andreas Braun, wissenschaftlicher Leiter des Prähistoriums, im Gespräch mit unserer Zeitung ein aktuelles Beispiel. „Mit kleinen Zelten schlagen wir vor der Ausstellungshalle unser Basislager auf.

Von dort startet eine geführte Erkundungstour. Natürlich mit Forscherhelm auf dem Kopf. Wir buddeln auch im Ausgrabungscamp nach Schätzen.“ Die benachbarte Bergehalde wird einbezogen: „Wir laufen auch auf die Halde und suchen nach Fossilien und Gesteinen. Schöne Fundstücke zeigen wir am Ende mit Beschriftung in einer Ausstellung.“ Da können die Eltern staunen. Termine für die Urzeitforschertage sind 1. Juli, 29. Juli und 5. August, jeweils von zehn bis 18 Uhr (mit Anmeldung, für Kinder von sieben bis zwölf Jahren, Preis inklusive Verpflegung 19,90 Euro).

Wer sich im Prähistorium nach seinem Rundgang stärken will, findet in der Eingangshalle ein Bistro, nicht nur mit Dino-Nuggets. Und blickt dabei auf die Skelett-Nachbildung des Argentinosaurus: 42 Meter lang, acht Meter hoch, vier Meter breit und vier Tonnen schwer. Der war allerdings ein harmloser Pflanzenfresser.

www.gondwana-praehistorium.de

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