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Google war gestern: Saarland hat jetzt sein eigenes Geodaten-Portal

Über dieses Internet-Portal kann jeder von Zuhause aus auf die gesammelten Geodaten saarländischer Behörden zurückgreifen.

Über dieses Internet-Portal kann jeder von Zuhause aus auf die gesammelten Geodaten saarländischer Behörden zurückgreifen.

Saarbrücken. Seit Kurzem kann sich jeder über das Internet einen Einblick in verfügbare Geodaten des Saarlandes verschaffen. Das Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen (LKVK) hat ein Geoportal freigeschaltet, das die von behördlichen und kommunalen Institutionen gesammelten Daten bündelt und nach Registrierung Informationen zum Straßennetz oder Schutzgebieten abrufbar macht und Messwerte sowie interaktive Karten anzeigt. Das Portal – momentan noch ein Prototyp – ist Teil einer länder- und ressortübergreifenden Geodaten-Infrastruktur, die den Zugang vor allem für Anwender in Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung erleichtern soll. Den Fachanwendern stehen Geoinformationen zur Verfügung, die sich aus dem bereits vorhandenen Umweltdatenkatalog des Saarlands speisen.

„Die Daten können automatisch aktualisiert werden, außerdem erleichtern sich Suche, Anwendung und Visualisierung“, erläutert Lars Bernard, Professor für Geoinformationssysteme an der Technischen Uni Dresden.

Umweltministerin Simone Peter (Grüne) zeigte sich beeindruckt: „Das Projekt ist spannend, seine Notwendigkeit ist nicht in Frage zu stellen.“ Die Ministerin sieht großes Potenzial für Umweltanalysen. Infrastrukturprobleme könnten einfacher gelöst werden, führt Peter an, da sich Daten über Hochwassergebiete und nahe gelegene technische Anlagen kombiniert anzeigen lassen.

Mit der zentralisierten Infrastruktur setzt das Saarland die Inspire-Richtlinie der EU um, die bis 2019 eine europaweite Bereitstellung der Daten und praktikable Darstellungsweisen in einem standardisierten Format vorschreibt. Bis 2012 sollen zentrale Download-Dienste eingerichtet sein.

Herbert Simon, Direktor des mit der Projektkoordination beauftragten Katasteramtes , sieht in der Digitalisierung der Daten und der vereinheitlichten Bereitstellung viel Rationalisierungspotenzial: „Bisher gab es eine Datenvielzahl in verschiedenen Datenbanken“, erklärt er, „wodurch das Auffinden, Zusammentragen, Aktualisieren und Auswerten der Informationen unsägliche Vorarbeiten gekostet hat“. Der Ausbau der Geodaten-Infrastruktur vereinfache nach Angaben des LKVK auch eine europaweite Umweltpolitik – nationale Standards werden im Geodaten-System vereinheitlicht angezeigt.

Das Einsparungspotenzial stehe laut Lars Bernard im Faktor zehn zu den aufgewandten Kosten. Bislang sind 250 000 Euro für die Umsetzung veranschlagt – um Kosten zu sparen, plant Simon eine Kooperation mit dem benachbarten Rheinland-Pfalz.

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