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Grenzüberschreitende Jagd auf Verkehrssünder

Auch in der kommenden Woche führt die Polizei wieder Geschwindigkeitskontrollen durch.

Auch in der kommenden Woche führt die Polizei wieder Geschwindigkeitskontrollen durch.

Wer auf Frankreichs Straßen geblitzt oder bei einem anderen Verkehrsverstoß erwischt wird, der bekommt sein Knöllchen seit kurzem direkt per Post. Bereits seit 2010 können Bußgelder über 70 Euro, die in einem anderen EU-Land verhängt wurden, auch in Deutschland vollstreckt werden. Bislang scheiterte das aber daran, dass die Bußgeld-Bescheide in der Landessprache des Autofahrers verfasst sein mussten. Diese Lücke hat Frankreich nun geschlossen.

Seit März 2014 erhalten deutsche Autofahrer ihren Bescheid auf Deutsch. Und das kann richtig teuer werden: Wer etwa innerorts zu schnell fährt, zahlt 135 Euro. Außerorts sind 68 Euro fällig, es sei denn, der Autofahrer war mehr als 20 Stundenkilometer zu schnell, dann kostet es ebenfalls 135 Euro. Ist ein Autofahrer mehr als 50 Stundenkilometer zu schnell unterwegs, egal ob im Ort oder außerhalb, wird das Bußgeld vom Gericht festgesetzt – bis zu 1500 Euro können dann fällig werden. Rabatt gibt es, wenn die Strafe innerhalb von drei Tagen gezahlt wird. Ist der Halter des Fahrzeugs nicht selbst gefahren, kann er innerhalb von 76 Tagen Widerspruch einlegen.

Frankreich hat bereits vor einigen Jahren ein automatisiertes Bußgeldverfahren eingeführt. Dabei werden sämtliche Verkehrsverstöße elektronisch erfasst und an eine zentrale Behörde weitergeleitet, die dann automatisch einen Bußgeld-Bescheid verschickt.

Der Landesverband Verkehrsgewerbe Saarland hat seine Mitglieder aufgefordert, sich bei Radarkontrollen exakt an die Höchstgeschwindigkeit zu halten. Denn wer etwa innerorts nur sechs Stundenkilometer zu schnell unterwegs ist, muss 135 Euro berappen.
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