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Grippe- und Noroviren im Vormarsch: Großer Patienten-Ansturm auf Klinken und Hausärzte

  Eigentlich verrückt: Wer sich keine Grippe einfangen will, der sollte Menschenmassen meiden. Andererseits gibt es derzeit kaum einen Ort mit so großen Ansammlungen von bedauernswerten Halb- und Vollkranken wie die Wartezimmer von Ärzten und Krankenhäusern. Am gestrigen Montag mussten die Patienten überall besonders viel Geduld mitbringen, wenn sie Untersuchung, Krankenschein oder Rezept wollten. Zumal auch die Heil- und Pflegeberufe selbst von der Grippewelle erfasst sind.

Wie Ursula Hubertus, Pflegedirektorin des Caritas-Klinikums Saarbrücken (Standorte St. Theresia und St. Josef Dudweiler) unserer Zeitung sagte, fingen die Notaufnahmen im Moment die Patienten auf, die keinen Hausarzt haben oder nicht in die Bereitschaftsdienstpraxen gehen. Man sei „zu mehr als 100 Prozent ausgelastet“. Zusätzlich zum Grippevirus greife der Norovirus in allen Krankenhäusern des Saarlandes sehr stark um sich.

Auch in den SHG-Kliniken in Völklingen und auf dem Saarbrücker Sonnenberg berichtet man von erhöhten Krankenständen, übrigens auch in den Verwaltungen. Da derzeit aber kaum Urlaube genommen würden, könne man die Lücken allerorten ausfüllen, wird versichert.

Es gibt demnach nirgendwo Notstände. Bianca Bienmüller, Hygienefachkraft des Caritas-Klinikums Saarbrücken , sieht die Herausforderung darin, gerade bei der Reinigung das Beste zu geben: „Die logistische Meisterleistung auf den Stationen ist, dass kurzfristig einiges ver- und entsorgt werden muss, um eine Verbreitung der Viren zu verhindern.“

Wie Dr. Eckart Rolshoven (Püttlingen) namens der Ärztekammer des Saarlandes mitteilte, seien die Hausärzte weiterhin in der Lage, ihre Patienten zu versorgen. Sein Tipp zur Vorsorge: Frösteln und Kältegefühle vermeiden, lieber zwei paar Strümpfe anziehen, keine Hände schütteln, keine Klinken anfassen.

Nachdem bei den Saarbrücker Bussen und bei der Saarbahn in der letzten Woche kurzfristig Fahrten wegen hoher Krankenstände ausgefallen waren (am Montag und Samstag), hat sich die Situation nach Worten von Sprecherin Sarah Schmitt zu Wochenbeginn normalisiert.

Auch bei den Polizeidienststellen der Region, bei der Stadtverwaltung und beim Zentralen Kommunalen Entsorgungsdienst fallen mehr Mitarbeiter als üblich wegen Influenza und Erkältungen aus, die Zahl der Fälle wird aber als überschaubar und nicht beeinträchtigend eingeschätzt.

Es bleiben demnach keine Ersuchen unbearbeitet und keine dringenden Arbeiten unerledigt.

rki.de/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/Influenza.html
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