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Gronig: Eltern retten Kinder aus brennendem Haus

Rauchschwaden quellen aus einem Fenster im ersten Stock. Stechend-beißender Geruch liegt in der Luft. Martinshörner gellen. Rote Einsatzwagen säumen die Hummweilerstraße in Gronig. Großeinsatz für die Feuerwehren am frühen Samstagabend. Auslöser: Ein Zimmer steht in Flammen, meldete kurz vorher die zentrale Einsatzleitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg. Da hatten sich bereits die betroffenen Bewohner in Sicherheit gebracht.

Allerdings kamen sie nicht ungeschoren davon. Denn wie Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer berichtet, retteten ein Mann und seine Frau ihre beiden Kleinkinder „in einer dramatischen Rettungsaktion“ aus dem brennenden Haus. Dafür mussten der 42-jährige Vater und die zehn Jahre jüngere Mutter ungeschützt durch giftigen Rauch bahnen, der sich bereits im gesamten Gebäude ausgebreitet hatte. Dort waren noch die beiden Töchter, vier Jahre und gerade mal 18 Monate. Die vier Opfer erlitten Rauchvergiftungen, wurden laut Schäfer dadurch sogar teils schwer verletzt. Die Familie wurde in die Klinik nach Neunkirchen-Kohlhof gebracht.

Unterdessen schlugen sich kurz vor 18 Uhr mehrere Feuerwehreinheiten zur Unglücksstelle im Haus durch. Nur mit Atemschutzmasken gelang ihnen das. Der Rauch sei im Obergeschoss so dicht gewesen, dass es den Helfern nur mit Mühe möglich war, zum Brandherd in der Küche vorzudringen. Eine Wärmebildkamera kam zusätzlich zum Einsatz Zwei Stunden brauchten sie, um das Feuer zu löschen und anschließend mit speziellen Geräten den Rauch aus dem Wohnhaus zu bekommen.

Doch trotz dieses Einsatzes muss die Familie zumindest vorübergehend anderweitig untergebracht werden. Denn wie ein Sprecher des Kriminaldauerdienstes beim Landespolizeipräsidium in Saarbrücken informiert, sei das Gebäude „zurzeit nicht bewohnbar und abgeriegelt“. Die Gemeinde suche daher eine Übergangsbleibe für die Eltern und die beiden Kinder, ergänzt Dirk Schäfer.

Die Untersuchungen zur Brandursache sollen nach Angaben der Kriminalpolizei heute beginnen. Darum ist bislang über Schadenshöhe und -ursache auch noch nichts bekannt.
Übrigens erlitt auch ein Feuerwehrmann Verletzungen. Der Rettungsdienst versorgte ihn vor Ort, was laut Schäfer völlig ausreichte.
 
Auf einen Blick
Im Einsatz waren nach Angaben von Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer: Wehren aus Oberthal-Gronig, Güdesweiler, Steinberg-Deckenhardt; Rettungswagen aus St.?Wendel, Tholey, Türkismühle; Notarzt, Polizei und Vertreter des Stromversorgers. hgn
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