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Groß-Festival für die Wissenschaft



Saarbrücken.
Deutschland braucht Forscher und Techniker. Also stellt sich mittlerweile auch die Wissenschaft gerne mitten auf den Marktplatz – und zeigt zunehmend Talent zur Leichtigkeit. Science Center künden davon – und eben auch die „Wissenschaftsjahre“, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammen mit der Agentur Wissenschaft im Dialog (Wid) seit zehn Jahren veranstaltet. Jeweiliger Höhepunkt: der „Wissenschaftssommer“, eine festivalähnliche Groß-Veranstaltung, die durch die Bundesländer tourt. Stuttgart, Essen, Berlin, Leipzig waren beispielsweise schon Gastgeber. 2009, im „Jahr der Forschungsexpedition“, kommt das Erlebnis-Festival nach Saarbrücken.

Gegen zwei Mitbewerber habe sich das Saarland durchgesetzt, berichtete gestern WiD-Geschäftsführer Herbert Münder im Rahmen einer Pressekonferenz, ohne Namen zu nennen. Wie kam's? Das Saarland sei in den beiden zurückliegenden Wissenschaftsjahren („Jahr der Informatik“, „Jahr der Mathematik“) als eines der aktivsten und kreativsten Bundesländer aufgefallen, so Münder. Zusammen mit Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Wissenschafts-Staatssekretär Christian Ege stellte er die ersten Programm-Umrisse des „Wissenschaftssommers 2009“ vor. Der wird mit einer „Forschungsexpedition Saarbrücken“ gekoppelt, sprich durch das Mittun lokaler Institutionen ergänzt, beispielsweise von Berufsbildungszentren, Schulen, der Universität, Hochschulen, dem Gondwana-Park oder des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. 150 000 Euro investiert das Land, hinzu kommen Bundes-Fördermittel.

Die Eckdaten lauten: Eröffnung am 20. Juni durch eine „Lange Nacht der Wissenschaften“ an der Universität: Alle Labors stehen bis 24 Uhr offen. Hauptanlaufpunkt wird ein „Basiscamp“, eine Zelt-Stadt, auf dem Tbilisser Platz vor dem Staatstheater. Eine Präsentations- und Komunikations-Plattform für bedeutende nationale und hiesige Forschungs-Einrichtungen, sei es die Fraunhofer oder die Leibnitz-Gesellschaft. Neben dem Tbilisser Platz wird es weitere städtische Standorte geben. Geplant sind Workshops, Vortragsreihen, Filmfeste, Puppentheater, eine Mitmach-„Miniphänomena“ für die Jüngsten; insgesamt über 50 Einzelveranstaltungen rund um das Thema Forschen und Fortschritt. Was bedeutet, dass wir erfahren können, wie ein paar Kilo mehr oder weniger das Gesicht verändern („Morphing“) oder wie ein computergesteuertes Hochregallager funktioniert. Außerdem hält der Wissenschaftszug „Expedition Zukunft“ mit 12 Themenwagen im Hauptbahnhof und die „MS Wissenschaft“ legt an der Saar an. Im Zug wie auf dem Schiff geht es um den Alltag im Jahr 2020/2030. Das Festival-Programm wendet sich an die ganze Familie. Zentrale Zielgruppe sind laut Münder jedoch Schüler und Studenten.

Im saarländischen G8/G9-Doppeljahrgangs-Sommer, in dem 2100 Abiturienten mehr als sonst Orientierung suchten, sei diese Großveranstaltung besonders sinnvoll, so Staatssekretär Ege. Sie biete den Schulabgängern „Informationen direkt an der Quelle“ und „Entscheidungshilfen für den beruflichen Lebensweg“. Wie Ministerin Kramp-Karrenbauer hofft er zudem auf bundesweite Aufmerksamkeit.  
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