L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (01:43)

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Großbrand im Heulager

Symbolfoto.

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Die lange Gerade auf der B41 zwischen Neunkirchen und Ottweiler ist an diesem Morgen menschenleer. Seit der Nacht gibt es eine Vollsperrung. Dort, wo sich die Straße in einer leichten Linkskurve in den Kohlwaldabstieg in Richtung Ottweiler dreht, steigt Rauch aus dem Wald auf. Auf der Straße steht Zubehör für einen Radlader, dahinter ein Mannschaftsbus der Feuerwehr und die Einsatzleitung. Schläuche liegen über die Straße. Am Rand stehen weitere Einsatzfahrzeuge. Kipper mit qualmender Fracht fahren umher.

 

Seit Stunden kämpfen die Einsatzkräfte hier gegen einen großen Heubrand und seine Folgen. Peter Groben, Löschbezirksführer von Ottweiler, war in der Nacht mit seinen Kräften als erster vor Ort und hat seither die Einsatzleitung. Gegen 0.30 Uhr seien „diffuse Meldungen“ bei der Leitstelle eingangen, erzählt er. Schon auf der Anfahrt hätten sie den Feuerschein gesehen. Schnell sei beim Eintreffen klar gewesen, dass ein großes Heulager in Vollbrand stand. „Wir haben umgehend nachalarmiert“, sagt Groben.

 

Weil eine Löschwasserknappheit drohte, seien auch die Großtank-Löschfahrzeuge aus Neunkirchen , St. Wendel und Homburg angefordert worden. Sie können gut 5000 Liter Wasser aufnehmen und die Einsatzstelle im Pendelverkehr versorgen. Parallel wurde eine Wasserversorgung aus dem nächsten Weiher aufgebaut. „Das waren gut über 1000 Meter.“ Das Material auf dem Schlauchwagen vom Löschbezirk Steinbach hat dafür nicht gereicht. Deshalb mussten noch Kollegen aus Merchweiler ran. Weil die Schläuche über die Bundesstraße lagen, war diese von Einsatzbeginn an voll gesperrt. Dann musste ausgeleuchtet werden, unter anderem mit der Drehleiter aus Neunkirchen . „Insgesamt hatten wir heute Nacht 110 Kräfte aus drei Landkreisen hier im Einsatz“, resümiert der Löschbezirksführer. Dazu Polizei und Rettungsdienst. Und weil das brennende Material – 275 große Ballen – bewegt werden musste, war gleich die Fachgruppe Räumen des Technischen Hilfswerks der Ortsgruppe Spiesen-Elversberg mit Radlader und Lkw vor Ort. Das THW Völklingen hat auch einen Lkw geschickt. „Dazu gab es tolle Unterstützung vom Bauhof aus Ottweiler“, zeigt sich Groben dankbar.

 

Noch immer qualmt es. Am Brandort stehen Feuerwehrleute und halten drauf, obwohl in der Nacht beim Hauptangriff bis zu 2000 Liter Wasser pro Minute durch die Schläuche schossen. Radlader laden Material auf. Sobald sie es anheben fängt es an zu qualmen, manchmal flammt es auf. Dann müssen alle versuchen, in der Schaufel oder Zange zu löschen. Gelingt es nicht, muss es wieder fallen gelassen werden und am Boden abgelöscht werden. Gut 30 Kräfte sind noch immer im Einsatz. Die Radlader beladen Kipper. Die fahren zu einem Schotterplatz, auf dem ein Ablöschplatz eingerichtet worden ist. Wenn der Lkw losfährt, wird das Heu durchgerüttelt, bekommt Luft und fängt wieder an zu brennen. Unterwegs fällt ein Teil von der Ladefläche – ein Schlauch muss hergezogen werden. Wenn es auf der Ladefläche brennt, kündigt sich der Fahrer hupend am Ablöschplatz an, um zu signalisieren, dass sein Fahrzeug beim Löschen erst mal Vorrang hat. „Eine wirklich mühsame Arbeit“, kommentiert Groben. „Das braucht keiner.“

 

Die Brandursache ist noch unklar. Der entstandene Schaden liegt nach ersten Schätzungen der Polizei bei 100 000 Euro. Fast zwölf Stunden dauert der Einsatz, bis die letzten der erschöpften Kräfte einrücken und mit der Pflege der Ausrüstung beginnen durften.

 

Hinweise zur Brandursache nimmt die Polizei Neunkirchen unter Telefon (0 68 21) 20 30 entgegen.

 

 
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